Archiv für den Monat: Juli 2006

Hauoli male ‘ana eia ho’i ola loa!

E Ola Mau Ka ‘Olelo Hawai’i, aber was hat das mit Französisch-Polynesien zu tun?

Gott sei Dank! Es ist bald vorbei! Ich habe in ein paar Stunden 3 Wochen Urlaub, den ich auf Französisch-Polynesien verbringen werde. Oder
vielleicht auch am Ottakringer Stausee bei Ottenstein. Man wird sehen.

Ich kann aber schon jetzt sagen (und du, geneigter Fan, schreie es mit mir in die Welt hinaus): “Leck mich 3 Wochen lang am Arsch, du beschissener Mittagessen-Weblog!”

Ich esse:
1 Schachtel Himbeeren, die ich, um sie zu waschen, gleichmäßig auf 2 Behälter verteilen mußte – reichlich kompliziert für solch kleine Scheißerln
1 Packung Schinken-Baguette, Handarbeit aus Wien, Österreich

Französisch-Polynesien

Urlaub im Park

Als ich heute vor dem Billa stand und an den herannahenden Urlaub dachte, wünschte ich mir, ich könnte jetzt schon mit Dosen warmen Bieres im Park herumlungern und mich mit den arbeitslosen Alkoholikern unterhalten. Geduld, Geduld.

Der neue Billa-Wurstthekenmann, wahrscheinlich ein Ferialpraktikant, spricht undeutlich. Vielleicht auch einfach falsch, denn er nennt alle Frauen “Dame”. “Sie wünschen, Dame.”, “Paßts, Dame?” Heute hat eine Frau an der Theke etwas vergessen und er schrie ihr nach: “DAME! DAAAAMEEEE!”.

Wie jeden Tag gibt es auch heute keine einzige Pointe.
Schade.

Ich esse:
1 Stange Gebäck mit Holzofenleberkäse, Bergbaron und
Gurkerl
1 roter Paprika

Die Installation, heute ein kleines Stilleben:
Urlaub im Park

Die Fotos sind eigentlich das beste an diesem Scheißblog.

Findest du nicht?

Nichtsdestowenigerzumtrotz: ich brauche Fett. Mein gemarterter
Körper benötigt etwas zum Verbrennen. Ich will hier nicht
erfrieren. Eine dünne eisige Schicht überzieht meine
Haut. Das Rotz, das schon seit Monaten in kleinen zähen und
durchsichtigen Bächlein aus meiner Nase rinnt, hat schon
einige schöne von meiner Oberlippe hängende Eiszapfen
gezaubert. Wenn ich meine Augenlieder schließen möchte,
muß ich sie erst über offenem Feuer auftauen. Das ist
manchmal etwas schmerzhaft. Vom Schrank hinter mir donnert
regelmäßig eine kleine Schneelawine.
In der Hühnerbude beneidete ich die lieblichen Hendlhaxn, die
im heißen Fett schwimmen durften.

Ich habe mir eine gebackene Hühnerkeule gekauft. Aber eh mit
einem riesigen Topf voll von gesundem Salat.

PS: ich werde bald eine kleine Ausstellung mit meinen geilen
Mittagessen-Fotos organisieren. Immer wieder gibt es Stimmen, die
sagen, ich sollte das tun.
Diese Stimmen verschwinden auch des Nächtens nicht aus meinem
Haupte.

Die Fotos sind eigentlich das beste an diesem Scheißblog.

Lobet und preiset den Herrn!

Halleluja!

Ich liebe Ribisel
über alles. Nicht umsonst brachten die heiligen drei
Könige aus dem Mohrenland dem Herrn Jesus Christ Superstar
Weihnachten, Möhren und Ribiseln. Das rote Gold.
Lebenselixier, Liebeskugel und Abführmittel zugleich.
Hätte ich doch selbst einen Garten, in dem ich Ribiseln,
weiße und rote, züchten könnte. Oder Essiggurkerln.
Wie beneide ich Menschen, die unzählige Sträucher vom
roten Schrot im Garten stehen haben!

Ich esse:
1 Packung Ribiseln aus Österreich – Gott erhalts!
1 Schachtel Buttermilch Orange Sanddorn 1% Fett – was das wieder
bringen soll?
1 Laberl mit Extra, Käse und Gurkerl

Lieber eine Rote als eine Tote.

Das Boot Neurotica

Das Wochenende habe ich mit ein paar
ehemaligen Zimmergenossen aus der Anstalt segelnd am Neusiedlersee
verbracht.

Obwohl ich somit das ganze Wochenende in der Sonne
war, bin ich auf Grund des übermäßigen
Alkoholkonsums und der Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor 45
blasser zurückgekommen als ich zuvor war.
Ein Mitsegler ist gleich nach dem ersten Ablegen draufgekommen,
daß er höllische Angst vor Wasser und Booten hat. Er hat
sich unter Deck sofort selbst auf seine Koje gebahrt – auf dem
Rücken liegend, die Hände am Bauch gefaltet und seinen
Reisepaß auf der Brust. Damit er schneller identifiziert
werden kann, meinte er.
Und gerade er mußte ins Wasser fallen, als ich mit dem Boot
an den Steg der Seezollstation Österreich-Ungarn gedonnert
bin. Der Zollbeamte hat uns dann ganz erstaunt erklärt,
daß er am Neusiedlersee noch nie ein Lebewesen dermaßen
viel Schlamm aufwirbeln hat gesehen.
Ich esse mehr oder weniger:
1 Kürbiskernlaberl mit Neuburger Leberkäse, Käse und
Gurkerl
1 Apfel – immer noch kein Kronprinz Rudolf

Neurotica

Die Umlaufbahn ist zu nahe an der Sonne.

Es ist hier so heiß, daß ich
mir den Weg auf die Toilette sparen kann, denn die Pisse verdampft
bevor sie meine Schuhe erreichen kann.

Als ich mir heute die
Füße am Ventilator gekühlt habe, habe alle gemerkt,
daß ich furchtbare Schweißfüße habe.
Ich vermisse trotzdem irgendwie den Ventilator vom letzten Jahr.
Der war so stark, daß ich mich wieder in meine Kindheit
zurückversetzt fühlte, als Vater und Mutter mich im Wald
ausgesetzt hatten. Dieser Ventilator war tatsächlich so stark,
daß sich die Zimmerpflanzen wie in einem Orkan bewegten und
sich die Notizzetteln auf einer ewigen Umlaufbahn um die vertikale
Raumachse befanden.

Ich versuche zu essen:
1 Packung Jausenbrot mit Wiener und Gouda und Paprika und E250 und
E621
1 Apfel aus Argentinien, der auch eine eigene Nummer innehat:
#4128

Hier das Foto:
Umlaufbahn um die Sonne

Der Teufel schläft nicht

Und gerade jetzt fühlt er sich am
wohlsten. Hier bei Lola.

Bei 45° Celsius Raumtemperatur
versuche ich meinen Kreislauf aufrecht zu halten und nicht zu viel
Körperflüssigkeiten zu verlieren. Mehr kann ich beim
besten Willen nicht mehr tun.
Ich bin nach langer Zeit wieder bei Lola und es ist – im wahrsten
Sinne des Wortes – die Hölle. Giftige Schwefeldämpfe aus
dem altersschwachen Kühlschrank und lieblos über die
Arbeitsplätze gestülpte Sauerstoffzelte sind leichte
Stimmungstöter. Die “Kollegen” sehen aus wie die Kinder
Beelzebubs. Mit roten Augen und zerrauften Haaren, die wie kleine
Hörner wirken, humpeln sie in der Gegend herum. Um Himmels
Willen!

Ich esse:
1 Vaginalsemmel mit Kärnter Bauernschinken, Emmenthaler und
Senf
1 Schachtel tut gut Erdbeerbmilch mit Lecithin – Wichtig für
Gedächtnis & Konzentration
1 Pflaume aus Spanien mit dem englischen Namen ‘Black Amper’
1 Billa Feinkost-Fan-Serviette, die ich mir über dem Kamin
aufhängen werde

Hier das beschissene Foto mit Lola, die eigentlich recht okay
aussieht:
Der Teufel schläft nicht.

Träumen Mafiosi von Giraffen?

Bitte lesen Sie dieses Weblog nur, wenn
sie die Wüstenmutter sind und schreiben Sie auch nur dann ein
Kommentar. Danke für Ihre Kooperation.

Nachdem ich meinen
Puls kontrolliert hatte, verließ ich mein Kühlhaus, in
dem gefroren hoch oben von Menschen geschlachtete halbe Kühe
und von Mafiosi geschlachtete ganze Menschen hängen.
Ich hatte heute morgen eine ganz sommerliche, weite Hose angezogen,
jedoch vergessen meinen Gürtel mitzunehmen. Deshalb
mußte ich während meines mittäglichen Einkaufes die
Hände in den Hosentaschen behalten. Geschickt wie ich bin,
habe ich den Lift mit der Nase bedient und das Billasackerl mit den
Zähnen getragen. Beim Bezahlen an der Kassa ist mir dann doch
die Hose runtergerutscht. Wie gut, daß ich heute, obwohl
eigentlich kein Unterwäscheträger, zumindest meinen
Giraffenstring angezogen habe.
Und sonst beeinflußt mich die Hitze überhaupt
nicht.

Ich esse:
1 Kürbiskernlaberl mit Neuburger, Gouda und Gurkerl
1 knallroter Paprika aus Österreich, den ich ganz
zärtlich in kleine Stücke zersägen werde.

Träumen Mafiosi von Giraffen?

Panflöte im Rattenloch

Lesen Sie, warum Zamfir im Rattenloch uriniert.

Den Großteil meiner Arbeitszeit verbringe ich schlafenderweise auf der Toilette. Seit jeher höre ich im Halbschlaf, daß jemand ins Clo kommt, pinkelt und danach ein fröhliches Liedchen pfeift. Und das in einer so gekonnten Art, daß man meinen könnte, es spiele Zamfir persönlich auf seiner Panflöte. Ich stellte mir vor, wie er nach dem Pinkeln – erfreut, daß es wieder gut geklappt hat – zu seiner kleinen Taschenpanflöte greift und ein Lied aus den Anden bläst, weil er dort im letzten Urlaub besonders reibungslos urinieren konnte.
Heute wollte ich mich überzeugen, ob diese Flötengeräusche wirklich aus einer Panflöte stammen. Als ich ihn also wieder loslegen hörte, habe ich den Augenblick abgewartet, in dem er zur Tür hinausspazieren wird, habe vorsichtig die Toilettentür geöffnet und in der Hockestellung hinausgelugt. Leider habe ich mich verschätzt. Er hat gegesehen, wie ich den Kopf aus der Kabine halte und naja: er pfeift die Lieder ohne Flöte.

Ich esse:
1 Kornspitz mit Neuburger, Berbaron und Gurkerl
1 Schachtel Ogrosl

Panflöten im Rattenloch

Die Trauben mutieren langsam zu Rousinen.

Schwedenbomben würde ich nicht alleine lassen

Schon gar nicht in meiner Wohnung.

Am Freitag habe ich blöderweise eine Autostopperin mitgenommen, weil sie so wenig anhatte und es nach Regen aussah. Sie wollte mir weismachen, sie sei schwedisches Fotomodell, aber sie sprach einen der weniger bekannten IsiNdebele-Dialekte. Als sie mich dann auch noch fragte, ob sie das Wochenende über bei mir wohnen dürfte, weil sie keine Bleibe hatte, wurde ich schon etwas grantig. Aber gut. Weil ich kein Unmensch bin, habe ich ihr die Schlüssel gegeben und bin 2 Tage segeln gefahren, damit sie mir nicht auf die Nerven geht.

Ich habe davon einen ganz schönen Muskelkater, denn der Wind war endlich etwas stärker.

Ich esse in der Hoffnung, der Bürotisch werde mir zu liebe zusammenbrechen:
1 Semmel mit Schinken, Bergbaron und Gurkerl
1 Plastikapfel von letzter Woche, den ich aber in das Billa-Sackerl gesteckt habe, um mich später, wenn ich längst vergessen habe, was in dem Sackerl sein könnte, selbst zu überraschen.

Schwedenbomben würde ich nicht alleine lassen

PS: Wüstenmutter, wann bist du auf Urlaub? Ich frage nur, damit ich weiß, wann es ungefähr keine Kommentare mehr geben wird.