Ich saß ganz entspannt im Dienstagsvormittagdämmerzustand auf meinem Stuhl im Rattenloch, dachte an die bedrohlich wogenden Titten der Kellnerin im Kaffeehaus, als es energisch an der Tür klopfte. Ich zuckte zusammen, nahm meine Beine von der Tastatur, murmelte zu Admiral Kuckkuck, der sich gleich unter seinem Tisch versteckte: “Muß das schon um diese Uhrzeit sein?” und schrie ganz mißmutig: “Ja verdammt!” Die Tür flog auf und ein Androide rollte herein. Ich stand auf, schob meine Hose bis über den Bauchnabel und machte mich bereit, ihm eine die Gosche zu treten, weil er es wagte, meine Ruhe zu stören. Während ich auf den Androiden zustampfte, faselte er irgendeinen Scheiß daher, den ich nicht verstand. Seine letzten Worte jedoch waren: “Na jedenfalls lassen Sie bitte die Weihnachtskugelschreiber außen vor.” Mehr brauchte es nicht. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie Admiral Kuckkuck aus seinem Versteck hervorsprang und “Matla! Deckung!!!” schrie, während ich schon einen Hechtsprung über die vordere Tischreihe unternahm. Ich verhedderte mich in einem Monitorkabel und riß Maus und Tastatur auf den Boden. Eine Cola-Flasche, die irgendwem als Vase diente, fiel um und entließ das verwesende Wasser in die Freiheit. Der Androide fuhr erschrocken zusammen, hielt seine beiden Arme schützend über seinen Metallschädel und sagte ganz zaghaft: “Was? Was ist denn los?”
Nachdem ich gewissenhaft geprüft hatte, ob die Luft rein war, stand ich vom Boden auf und fuhr den Androiden an: “Na, Sie machen mir vielleicht Spaß! Da kommen sie zu einer unmöglichen Zeit daher und lassen dann noch solche Sprüche! Und was soll der Scherz mit den Kugelschreibern?! Warum soll ich sie vorlassen? Ich hab noch NIE irgendwen außen vorbei gelassen.”
Und dann lachte ich allein, ziemlich zwanghaft, über diese lächerliche Pointe, schob den Androiden zur Tür hinaus, setzte mich wieder hin und schlief über diesen langweiligen Text ein, während ich vom Strassenrennen am Wochenende träumte.
Und aas:
1 Gebäck mit Füllung
1 Kuchen mit Füllung
1 Häferl mit Füllung









{ 9 } Comments
Lassen wir einmal dein Blog außen vor? Ja? Geht das?
was heisst eigentlich “aussen vor lassen”?
hat das was mit furzen zu tun?
Ich weiß nicht. Ich hasse diesen Ausdruck. Seit wann gibt es den und woher kommt der?
rofl… pass auf! kugelschreiber überholt links!… ich mag das auch nicht.
das ist wahrscheinlich so ein piefdingsbums ausdruck.
aber lassen wir das mal aussen vor…
hihi
ich werde auch gleich einen außen vor lassen….. 
und noch einen
Ich darf dir von ganzem Herzen gratulieren und lass auch einen nach außen vor.
Lehrstunde aus dem Möchtegern-Luxusweiber-Übungscamp: trag niemals zu kleine, zu straff gespannte Strumpfhosen - denn wenn du dann einen aussen vor lassen musst, quietscht der extrem lang laut (er muss sich bis zur Kniekehle quetschen, denn dort kann er dann endlich nach Aussen vor!)
Übrigens - ich hasse Strumpfhosen und deren Trägerinnen. Zwickelweiber. Bähhh.
{ 1 } Trackback
[...] Es gibt noch Menschen, die der Dunkelheit, der Kälte, der patscherten Regierung und der Wirtschaftskrise tapfer trotzen. Nicht so ich. Mein Haar - das eine, das ich am Kopf trage - sieht angeklebter und grauer aus als sonst, die Haut fahl mit schwarzen Flecken darauf (erste Anzeichen der einsetzenden Verwesung). Die Augen trocken - bei jeder Bewegung der Lider durchfährt mich ein fröstelndes Gefühl als ob ich die Unterseite meiner Eichel über ein trockenes Stück Karton reiben würde. Nur ab und zu erhellt mich der Gedanke an desertmum und ihrem Strumpfhosenblasinstrument. Ich zitiere: …trag niemals zu kleine, zu straff gespannte Strumpfhosen - denn wenn du dann einen aussen vor lassen musst, quietscht der extrem lang laut (er muss sich bis zur Kniekehle quetschen, denn dort kann er dann endlich nach Aussen vor!)… - Quelle: gestriges Kommentar [...]
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