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Ohne Geschlecht und trotzdem mit Kipferl

Hier bin ich wieder! Die Stimme des geschlechtslosen Herrschers aus dem Weltall!
Ich betone: geschlechtslos! Mir ist es egal, ob die Nachbarin mit mir redet oder nicht (ich bin dahintergekommen, daß sie ohnehin nur mit mir spricht, wenn sie ihre Tage hat)

Otto hat recht. Es ist Zeit, in See zu stechen. Kurz vorm Kollaps. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich heuer einen oder zwei Segeltörns veranstalte. Einer ist bereits fix. Im Herbst in Griechenland. Die Nachbarin, zwei Mädchen aus der Obenohnebar und ich. Ich betone: geschlechtslos!

Ich aas heute nur Frühstück in der Bäckerei:
1 Melange
1 Kipferl mit Butter

Oben-Ohne-Bar

Bin gestern in die Obenohne-Bar gefahren. War schon über ein Jahr nicht mehr dort. Es hat sich nichts verändert.
In die Obenohne-Bar gehe ich nur am Sonntag, spät am Abend. Warum? Das ist der traurigste Tag. Von Donnerstag bis Samstag sind mir zuviele Leute mit guter Laune dort. Ich meine die, die während der Woche mit toten Fratzen hinterm Schreibtisch hängen und mit zunehmendem Nahen des Wochenendes glücklich werden, zu leben beginnen, die Partypeople. Die sitzen dann unruhig in der Obenohnebar, grinsen dämlich, reissen blöde Witze und sind ganz hysterisch, weil sie etwas “Verbotenes” tun.
Am schlimmsten ist es, wenn im Winter ganze Belegschaften von Firmen in die Bar krachen, die abgeleckten Arschgesichter in Anzügen mit ihren durchgefickten Stelzenhopsern. Dann überschlägt sich das Gegrunze der Männer und das Gekichere der Frauen. Manche sind zu feige, der Kellnerin auf die Titten zu schauen, andere wiederum scheinen noch nie Titten gesehen zu haben.
Am Sonntag ist das anders. Am Sonntag hocken nur mehr die echten Looser in der Obenohne-Bar. Die, denen schon alles egal ist, die, die alles hinter sich haben, die alles aufgegeben haben, die nur mehr darauf hoffen können, irgendeinen Ansatz von Reiz an ihrer tauben Seele zu spüren. Da muß ja noch was da sein, verdammt! Zu denen geselle ich mich gerne.
Gestern jedoch war die Chefin der Obenohne-Bar da. Ich kenne sie inzwischen ganz gut. Früher war sie selbst Kellnerin in dieser Bude, dann hat sie den Chef gevögelt, irgendwann Heirat und jetzt macht sie den Papierkram im Büro. Wir beide haben uns schon immer gut verstanden, kann gut sein, daß wir mal was miteinander hatten. Ihre Titten will sie mir trotzdem nicht mehr zeigen.
Die Chefin kramte eine fast volle Flasche Lacrima Cristi, die schon ewig offen war und die keiner mehr saufen wollte, hervor. Diese unter anderem haben wir gestern gemeinsam geleert.
Ich bin spät nach Hause gekommen.

Hat mich der Kater im Banne, bin ich ziemlich planlos. So habe ich mir heute gedacht, ich mache mir Toast Hawaii. Womit ich das Ding erhitzen soll, ist mir jedoch schleierhaft.

Ich aas:
1 Sandwich Hawaii – zum Toast reichts nicht

Die lauwarmen Reste der Tötungshemmung

Heute morgen stapfte ich voll Elan und ziemlich unternehmungslustig durch den neuen Schnee Richtung Bäckerei und bot dem Wind, der um die Ecken zog, ganz schön Paroli. Ich wollte doch bloß einen warmen Kaffee und zwei, drei frische Krapfen. Doch es sollte anders kommen. Ein Kumpan aus der Obenohnebar kämpfte sich die Straße hoch. Ich wollte ihm natürlich ausweichen, fiel aber hin – meine alten Cowboystiefel hatten nie sonderlich viel Profil und im Laufe der Jahre ist es nun ganz verschwunden. Als ich fluchend auf die Beine gekommen war, stand der Typ schon grinsend vor mir. UND WAS GLAUBST DU, was er gesagt hat! WAS GLAUBST DU?
“Scheiß Schnee, was?”
Als ich das hörte, spürte ich schon, wie mein Feitel in der Tasche zu zucken begann.
“Ich mag den Schnee. Es ist gut, daß er hier ist. Er gehört hier her! Er ist schön!”, sagte ich.
Und weißt du, was er dann gesagt hat? Du kannst es dir schon denken.
“Ja, Schnee ist schön, in den Bergen. In der Stadt is er fürn Arsch.”
Da kam in mir dieses Gefühl hoch, dieser unbestimmte Drang jemanden zu töten. Ich griff in die Tasche und fühlte, ob mein Feitel da war, sah nach unten zur Bäckerei, sah zurück zu meinem Haus und entschied mich für die einfachere (aber lächerliche) Lösung. Ich schlich mich grußlos nach Hause. Die Bäckerei war mir vergangen und die Leute, ja die Leute in der Stadt sind sowieso fürn Arsch.
Und eines weiß ich nun. Ich muß an meiner Tötungshemmung arbeiten. Das Training wird heute beginnen.

Während der letzte Rest des alten Winters eisigkalt beim Fenster reinweht, esse ich die alten Reste aus dem lauwarmen Kühlschrank, der eine mißlungene Zielscheibe aufgemalt hat, in der einige Messer stecken.

Ich aas:
1 Brot
1 Käse
1 Mandarine
1 Rotwein

Blähboy und die Gedankenfalle

Die Prognose einiger Leser war korrekt. In der Nacht hab ich mich angeschissen. Eine leckere Mischung aus Eier und Krapfen. Und was ich gefurzt habe! Die Bettdecke ist schon wie ein kleines Luftkissenfahrzeug über mir geschwebt. Hätte man mir ein Kraftwerk in den Arsch gebaut, die Energiekrise wäre gelöst.

Nicht daß du glaubst, ich hätte meine Tigertangageschäftsidee vergessen! Nein, nein. Aber weißt du? Vielleicht kennst du das von dir? Mir fehlt da manchmal die Zündschnur, um den Startschuß zu machen. Weißt du, was ich meine? Schnell bin ich von guten Ideen mitgerissen und nehme mir vor, diese umzusetzen. Dann beginne ich darüber nachzudenken, voll Freude, rauche dabei zehnmal mehr und viel schneller als sonst, bin ganz aufgeregt, der Gedanke an die guten Dinge, die die Idee mit sich bringt, läßt mich gar nicht mehr los. Und dann, dann kommt Stück für Stück die Klarheit, was für Mühen dafür in Kauf genommen werden müssen – und seien es auch nur Kleinigkeiten. Bin ich dann kurz vor dem Ende der Überlegungen und wäre es nun Zeit für die Umsetzung der Idee, lenke ich mich völlig unbewußt ab – mache alles menschenmögliche, um diese Mühen nicht auf mich nehmen zu müssen. Dann gehe ich in die Obenohnebar, oder sehe mir ein paar Pornos an, treffe mich mit Leuten, die mich ohnehin nie interessiert haben, beginne das Unkraut in meiner Marihuanaplantage zu jäten oder pflege mein Badewannenreisfeld. Tausend Dinge tue ich dann und alles nur, um einen Grund zu haben, diese lächerlichen “anstrengenden” (oder zumindest erforden sie ein Mindestmaß an Überwindung) Vorraussetzungen für die Umsetzung meiner Ideen nicht auf mich nehmen zu müssen.

Ja und in diesem Falle nun, ist es die große Hürde, passende Tigertangas zu finden und zu kaufen.

Ach, was solls, ich muß jetzt mal essen:
1 Brot
1 Topfen mit Geschmacksstoffen
1 Käse
1 Apfel

Topfengehirn aus Pudding

Wochenende ereignislos. Freitags in der Bodega gesoffen, Samstags in der Obenohnebar versumpft, den Sonntag verraucht und verschlafen.

Ich, mit einem inhaltslosen, puddingartigen Montagsgehirn, gab der Nachbarin die beiden Puddingtortenzrezepte. Mal sehen, was sie damit anfängt.

Krank an Geist und Körper muß ich bei der Nahrungsaufnahmen etwas aufpassen und es langsam angehen. Daher aas ich:
3 nur kleine Flascherln Biertschi
1 Banane
1 Packung Topfen
1 Packung Käse
1 Brot

Kerzenschein im Advent und Topfenlecken

Erledigt. Jetzt sind sie gekommen und haben mit einem Kleinlaster die Adventkugelschreiber geholt, die ich in den letzten Tagen unter Hochdruck zusammengedreht habe. Ich bin mit nur sieben Tagen Verspätung fertig geworden.
Und deswegen habe ich mir nun etwas gegönnt, was ich schon seit einiger Zeit vermisse: ein Mittagessen in aller Ruhe. Siehe:

Gell? Sieht appetitlich aus. Ich habe mir die Zeit genommen und den Topfen aufs Brot gestrichen (mit einem Messer) und den Käse (ebenfalls mit einem normalen Messer) abgeschnitten. Der Apfel ist gewaschen worden. Klingt für dich wohl nach nichts Besonderem, aber ich sage dir, wenn man wochenlang aus Zeitmangel den Topfen mit der ohnehin wunden Zunge aus der Dose leckt, Brot und Käse mit den Zähnen vom Ganzen abreißt, um es zu verschlingen, Obst sowieso maximal mit einem Taschentuch abwischt, dann glaube mir, daß dieses Mahl jetzt für mich wie ein Kerzenscheindinner in der Obenohnebar war. Sehr geruhsam.

Ich aaaaaaaaaaaassss (ganz ruhig):
1 Scheibe Brot
1 Stück Käse (in ein handgerechtes Stück geschnitten)
1 Apfel Kronprinz Rudolf
1 Schachtel Rotwein

iPod

Das hat jetzt zwar nichts mit Mittagessen zu tun, aber das muß ich dir jetzt erzählen. Ein Gedanke hat sich in den letzten Stunden in meinem Gehirn verankert. Und zwar war ich jetzt ein paar Stunden in der Obenohnebar und habe gelernt, was ein iPod ist!
Die Gabi nämlich hatte die ganze Zeit diese Dinger in den Ohren und das andere Dings an ihrem Tanga festgeklemmt. Während sie tanzte, hat mich dieses Ding ganz schön irritiert… steckt da so ganz unschuldig am Tanga…. klein und blau mit einem angebissenen Apfel drauf… Ich war schon ein bisserl angetrunken und sagte zu Gabi: “Eva! Gibst du mir bitte den Apfel?”. Hehe, bin ich nicht ein arglistiges Bürschlein?
Nach ihrem Auftritt unterhielt ich mich mit ihr und befragte sie. Zuerst dachte ich, dieses Ding heißt “Eipot Schaffel”… naja ihre Aussprache… und ich dachte mir, daß es vielleicht i-Bot geschrieben wird… so eine Art Vorstufe zu “I, Robot”… aber jetzt habe ich nachgesehen und weiß, daß sich dieses Ding iPod Shuffle nennt! Man kann bei dem kleinen Ding auf der einen Seite draufdrücken und dann klappt die andere Seite wie das Maul eines Vampirs mit Übergebiß auf. Und wenn es zuschnappt, dann hält es… ich habs mit meinem Finger probiert… auf ein empfindliches Stück Haut gesteckt, tut es ein bißchen weh.

Aber nun zu dem Gedanken! Die ganze Zeit stelle ich mir vor, was für eine enorm erfrischende Erfahrung es sein müßte, meine Lieblingsmusik zu hören und dieses Ding, nackt am Bett liegend, an der Brustwarze oder der Eichel festgeklemmt zu haben. Schöne Musik kombiniert mit schönem Schmerz! Gibts was schöneres auf dieser Erde?

Übrigens, ich aas:
1 Brot mit… na was?… Topfen! Bingo! Genverändender Topfen!
1 Stück Käse mit den Bißspuren meiner Hasenzähne

Das Bild kann ich nicht hochladen… ich hoffe, daß sich dieses Problem von selbst löst… so wie alle technischen Probleme

Als österreichischer Innenminister bei Edeka einkaufen!

Jetzt kann ich endlich österreichischer Innenminister sein! JAWOLL! Willst du das auch? Geht ganz leicht! Die Grünen haben die Fingerabdrücke unseres Innenministers Platters, der ja nichts zu verbergen hat, veröffentlicht: siehe Fingerabdruck von Platter

Tja und der gute CCC hat eine einfach Methode, um sich fremde Fingerabdrücke anzueignen. Dazu gibts dieses Video:

Gut! Jetzt bastle ich mir mal einen Innenministerfingerabdruck….. aber was stell ich damit an? Hmmmm, nun könnte ich überall meine neuen Fingerabdrücke hinterlassen…. beim Besorgen von Drogen, in der Peepshow, in der Obenohnebar, an allen Tatorten dieser Welt… oder vielleicht einfach nur beim Einkauf?

Ich esse das hier…. muß auch weg…… mit Brot und Käse

Spitz und Korn im Arsch

Wenn man in der Nacht von der Obenohnebar nach Hause torckelt, muß man immer höllisch aufpassen, denn man weiß nicht, ob das, was da vor einem am Gehsteig liegt, ein Stück Hundescheißdreck ist oder ein Kornspitz. Darum habe ich Kornspitzen nie gegessen.
Weil aber nun das ganze Essen sowieso mehr und mehr durch die Gentechnik zu Scheiße wird, ist es ja schon egal. So habe ich mir heute bei Billa ein Kornspitzerl geleistet, das ich grad mit Genuß verzehre. Um die Illusion von Hundskacke möglichst authentisch wirken zu lassen, ist das braune Kornwürstchen auch noch ein bißchen warm – quasi frisch aus dem Köterarsch.
Schon Wilhelm Busch kannte diese Ähnlichkeit und nannte in der Geschichte der beiden Sozialfälle Max und Moritz das Hundsvieh “Spitz”. Frau Bolte, die da ungefähr sprach: “Spitz, du degeneriertes Ungetüm! Aber wart’, ich komme ihm!”

Somit esse ich:
1 Kornspitzen
1 Topfen, der einfach nicht weniger werden will!
1 Apferl