Bauernregeln für die Urlaubsplanung

„Ich hatte eine Unterhaltung mit einem Bauern am Markt.“, sagte die Nachbarin.
„Aja? Sehr interessant.“
„Ja, wegen des Scheißsommers.“
Ich stand auf, weil ich plötzlich müde wurde und schlafen gehen wollte.
„Warte, Matla. Er hat gesagt, ihm war schon im Juni klar, dass der Sommer so beschissen sein wird.“
Ich setzte mich wieder hin. Gekrümmt, gegen Brechreiz ankämpfend.
„Er hat gesagt, dass es im Juni einen Tag gibt, wenn es an dem trocken ist und dann noch die Buche vor der Eiche austreibt… oder umgekehrt… dann wird der Sommer kalt und nass. Da gibts eine Bauernregel dafür, Matla.“
„Und wie heißt diese Bauernregel?“
„Weiß nicht.“
Um mich von der Übelkeit abzulenken begann ich mitzudenken.
„Hm, wahrscheinlich: ‚Treibts die Eiche vor der Buche, dann buche.'“
„Naja, es könnte aber auch heißen: ‚Treibts die Buche vor der Eiche, dann weiche.'“

Hätte ich diese Bauernregel schon im Juni gewußt, hätte ich meinen Urlaub nicht in Österreich geplant.

Andere Bauernregeln gibt’s hier (in den Kommentaren) – war aber noch vor EHEC-Zeiten:
Die Gefahr, die von Obst ausgeht

Ich aas:
1 französisches Laugenstangerl
1 Krapfen

4 Gedanken zu „Bauernregeln für die Urlaubsplanung“

  1. Treibt die Esche vor der Eiche, hält der Sommer große Bleiche.
    Treibt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche.

    Was auch immer das bedeuten soll…

    Durch meine Adern fließt zwar auch bäurisches Blut,
    aber ich hab die bäurische Weisheit schon verlernt.
    Die ist so ähnlich wie Koans im Zen,
    Bsp. von meinem Bauern-Opa:
    „Was tut der Bauer, wenn es regnet?“
    Antwort: „Regna lossn.“

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