Die Karotte des Schneemanns kulinarisch erlöst

Ich weiß nicht, wie tief meine Motivationskurve noch sinken kann, aber es kann durchaus sein, daß ich demnächst aufhöre zu atmen. Also mach dich darauf gefaßt, von mir nichts mehr zu hören. Wenn doch, dann hast du wohl Pech gehabt.

Trotzdem. Ich esse. Und zwar etwas ziemlich verwegenes! Das ganze Wochenende habe ich Kinder beobachtet, wie sie im Schnee gespielt haben und fette Schneemänner gebaut haben. Einem haben sie sogar eine Karotte ins Gehirn gerammt – furchtbar die Kinder heutzutage. Aber dem nicht genug. Etwas später kamen dann die größeren Kinder und haben ihm die Karotte in den Arsch geschoben.
Heute jedenfalls habe ich den alten Schneemann, der aufgrund des Tauwetters ohnehin schon in einem ziemlich maroden Zustand ist, von seinem Leiden der Karotte befreit (oder vielleicht war es auch sein höchstes Glück?). Ich habe die Karotte äußerst gründlich gewaschen – nicht nur einmal – und nun, ja, nun liegt sie vor mir:

Außer der leckeren Karotte habe ich auch noch ein Stück Knacker in meinem Kühlschrank gefunden – keine Ahnung woher oder wie alt, aber egal. Brot finde ich keines. Ich werde jetzt zur Nachbarin rüberlatschen, sie mit der Karotte bedrohen und sie um Brot anschnorren.

Mahlzeit.

Somit werde ich essen:
1 Stück Knacker
1 Karotte – vielleicht in Blut gedünkt, wenn sich die Nachbarin wehrt
1 Stück Brot, vielleicht auch Semmel – wer weiß, was mir die Nachbarin nachwirft.

6 Gedanken zu „Die Karotte des Schneemanns kulinarisch erlöst“

  1. ha, ich bin mir auch nicht sicher, ob Atmen nicht zu anstrengend ist. Und ich hab nicht einmal eine Karotte.
    Ich muss die schrumpeligen Kronprinz-Veteranen essen…schmeisse sie in Palatschinkenteig, das heisst dann Apfelspalterl, und dann fäut alles nach Frittierfett…bäh….
    schmeckt aber toll.

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