Handcreme am Flughafen

Ich bin bei Lili im Rattenloch und mit
dem Auto begab ich mich dorthin.

Der weibliche Roboter, der im
Nebenraum arbeitet, war wieder bei mir. Sie hat kurz geklopft, die
Tür aufgerissen und ist mit einer Dose Handcreme
hereingekommen. Während sie über irgendwelche
Mißstände sprach, krämpelte sie sich die Ärmel
hoch und begann ihre beiden Arme bis über die Ellenbogen mit
Cremetupfern zu überziehen. Ich kapierte gar nicht, was sie
von mir wollte. Zu sehr irritierte mich ihre Schau. Als sie wie ein
Fliegenpilz aussah, verschmierte sie die Creme
gleichmäßig.
Mich erinnerte diese Situation so sehr an meinen letzten Aufenthalt
am Flughafen von Atlanta, wo sie mir drohten, alle
Körperöffnungen zu durchsuchen, wenn ich nicht die
verdammten Formulare ausfülle. Daher kontrollierte ich
ununterbrochen den korrekten Sitz meiner Hose, indem ich so tat,
als würde ich auf meine Schuhe schauen. Ich steckte auch meine
Hände in die Hosensäcke und hielt so ganz verkrampft
meine Unterhose fest.
Die ganze Zeit sprach ich in mannigfaltigen Kombinationen die Worte
‚Ja‘, ‚Aha‘, ‚Interessant‘, ‚Frechheit‘, damit sie glaubt,
daß ich zuhöre. In Wirklichkeit malte ich mir die
schrecklichsten Dinge aus und war heilfroh, als sie wieder
verschwand und ich endlich meine feuchten Hände trocknen
konnte.

Und weil ich so sportlich bin, esse ich:
2 Stück Brot
1 Dose Brunch
1 Packung Camembert
1 Paprika
1 Paradeiser
1 Packung Toblerone

Ein Gedanke zu „Handcreme am Flughafen“

  1. Wenn Du das Messer seinerzeit in Atlanta auch mithattest,
    wundert mich bei den (paranoiden) US-Amis nichts – auch nicht die
    Androhung alle Körperöffnungen genau unter die Lupe zu
    nehmen… ;o)

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