Satyr sei Papa

Guten Morgen im neuen Jahr. Ich bin aus dem Feiertagskoma erwacht… und… niemand freut sich.

Auf Grund des teuren Fusels, den mir die Nachbarin nun immer kauft, hatte ich dieses Weihnachten erstmalig das Vergnügen direkt unter dem Christbaum das Vollrauschkoma zu genießen… und nicht am Clotackerl wie sonst immer.

Neujahrsvorsätze: ich versuche, die neu entfachte Liebe der Nachbarin für mich auszunutzen und nur noch teuren Fusel zu trinken und teure Tschick zu rauchen.

Das neue Jahr begann bei mir mit einem Feuerwehreinsatz. Endlich eine Silvesterfeier nach meinem Geschmack. Und das war so:

Die Nachbarin wollte den Jahreswechsel bei Bekannten am Land über die Runden bringen und überredete mich, mitzukommen. Gleich zu Beginn machte ich mich unbeliebt… dabei dachte ich zunächst, auf Gleichgesinnte getroffen zu sein. Denn dort, wo üblicherweise der Hausaltar zu sein pflegte, stand ein Bild von einem eher dunklen Typen mit Wuschelkopf… und ich rief ganz enthusiastisch, als ich in das Zimmer eintrat:
„Geil! Ist das der junge Carlos Santana?“
Die Mine der Domina verfinsterte sich sogleich.
„Naaa, des is Satyr sei Papa!“
In meinem Gehirn begann es, sich ziemlich abzuspielen. „Satyr“, ok, griechische Mythologie, „sei Papa“… der Vater wessen? Welcher Satyr?… ich gab auf.
„Aha. Naja, ich kenne mich nicht so gut mit den Griechischen Göttersagen aus. Ich weiß, was ein Satyr ist…“
„Naaaa, hearst! Das – ist – Sathya – Sai – Baba! Nu nix gheart vo eahm?“
Ich ließ mir das erklären. Sathya Sai Baba ist angeblich ein indischer Pfarrer oder so.

Nun, wie es weitergeht, erfährst du nächste Woche.

Ich aas:
1 Brot mit Leberpastete von Inzersdorfer

Sathya Sai Baba

20 Gedanken zu „Satyr sei Papa“

  1. In der Wikipedia steht über den lustigen Sathya Sai Baba folgendes:
    Zitat: „mit Vorliebe berühre der ‚Meister‘ männliche Anhänger an ihren Geschlechtsorganen, angeblich zum Zwecke der ‚spirituellen Reinigung‘.“
    Da tun sich Parallelen zu anderen Religionen auf…

    1. Ja, eben! Da ist es doch viel einfacher, wenn ich mein Handeln nur vor einem Gott rechtfertigen muss. Nach dem Motto: „Wenn ich jemanden umbringe und Gott sagt, dass das OK ist oder mir verzeiht, dann passt das für mich.“

    1. Ich muss jeden Neuling erst extra freischalten, daher hätte ich also diesen Daniel-Idioten einfach löschen können. Aber ich finde es angenehmer, wenn ich ihn öffentlich beschimpfen kann. Das bereitet mir große Freude.

  2. Wie jetzt… freischalten… wir wurden freigeschalten? Ist ja ein Ding. Ich dachte immer wir sind sowieso nur matlas teilunterdrückte Persönlichkeiten. Prost aufs neue Jahr.

    1. Lieber Bob, ja, das seid ihr nach wie vor. Ausdünstungen meines Gehirns. Beim „Freischalten“ handelt es sich um eine symbolische Handlung in der quasi-realen Welt, die erst die schriftliche Manifestation meiner Ausdünstungen ermöglicht.

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