Motivationsmittagessen für einen beschissenen Montag

Erkennt man das? Kaffeebecherstau! Die fünfzig Zent kann ich abschreiben. Ich meine, was soll aus so einem Tag noch werden? Auf der Straße: Stau, beim Portier: Stau, beim Kaffeeautomaten: Stau. Dann latscht du rüber in die andere Abteilung und was ist dort? „Außer Betrieb“.

Alles im Arsch. Dafür habe ich mir nun ein Motivationsfrühstück vom Essensautomaten geholt (wenigstens der funktioniert noch).

Ich aas:
1 Sackerl Soletti
1 Packung Original Neapolitaner aus Wien – Manner

Das Rattenloch und die Morlocks der Zeitmaschine

Kennst du eine der Verfilmungen von H.G.Wells Zeitmaschine? Da sitzt der Zeitreisende ganz erstaunt in seiner Zeitkutsche und gafft sich einen runter, während sich um ihm herum die Welt in rasendem Tempo wandelt. Genauso gehts mir hier im Rattenloch. Vor Wochen haben sie, wie berichtet, begonnen, das ganze Stockwerk auseinanderzunehmen. Die Menschen waren spurlos verschwunden, nach und nach  auch die Möbel, bald brachten sie die Zwischenwände weg, rissen den Boden raus. Nur mein Arbeitsplatz blieb unberührt. Ich saß völlig unbeteiligt da und sah ihnen zu. Irgendwie schafften sie es sogar, den Staub von meinem Platz zu verbannen.
Letzte Woche sah es hier wie auf einem Raketentestgelände aus. Wenn ich aufs Clo wollte, mußte ich über einen Schuttberg klettern. Ich hatte mir schon gedacht, daß sie hier sowas veranstalten wollen wie im WTC – einfach die unteren Stockwerke aufbohren und destabilisieren, damit das Haus ohne Widerstand von unten in sich zusammenkrachen kann.
Am Wochenende jedenfalls dürften sie sehr fleißig gewesen sein. Das Rattenloch beginnt wieder wie ein echtes Rattenloch auszusehen. Sie haben wieder einen grauen Boden eingelegt, alles grau angemalt und die grauen Zwischenwände sind auch wieder da – nur anders angeordnet. Ich sitze jetzt mit meinem kleinen Tisch in einem großen Raum. Wenn ich klatsche, dauert es ziemlich lange, bis das Echo zu hören ist.
Ich muß noch darüber nachdenken, mit welcher Rasse ich mich mehr intentifisziere. Mit den Elois oder mit den Morlocks. Heute habe ich jedenfalls einen entdeckt, dessen Tisch am anderen Ende des Stockwerks steht. Ich muß mit ihm ins Gespräch kommen, um herauszufinden, welche Aufgabe er hier hat. Ob er eher Eloi oder mehr ein Morlock ist.

Die Qualität des Essens in der Cantina ist jedoch ungebrochen beschissen. Die Laune der Seniora de Cantina ebenso.

Ich aas:
1 Brot „Verlorener Penis“ mit Paprika
1 Apfel „Kill your libido“
1 Sackerl ohne Gackerl

Chinas Müllproblem

Das heutige Mittagsmahl schaut im Grunde genauso merkwürdig aus wie das verwesende Zeug von gestern. Nur sieht man heute auch Verpackungsmaterial. Die Nachbarin ist nämlich vorbeigekommen und hat Chinaessen mitgebracht. Ich weiß nicht, was es ist, aber das ist auch egal, denn das Zeug sieht immer gleich aus und schmeckt auch immer gleich – egal was man bestellt.

Aber es spricht FÜR die Chinesen, die ja bewiesener Maßen der größte Umweltverschmutzer dieses Planeten sind – sie essen jetzt den Müll, den sie produziert haben.

Ich aas:
1 Plastikkiste mit weichen wurmartigen Kabeln innen drin, dazwischen etwas Silikon
1 Berg von Schaumstoffchips, die leicht fischig schmecken

PS: beschissen

Horror – Haut de la Garenne

Lustig, oder? Dieser Misthaufenblog hier. Oder? Eine endlose Abfolge an Sinnlosigkeit und Nebensächlichkeit, eine konsequent schwachsinnige Aneinanderreihung wertloser Wörter und beschissener Fotos. Seit mehr als zweieinhalb Jahren. Wurstsemmeln. Mmh lecker. Ewig monotone Abwandlungen zu den Themen Wurst und Nachbarin.
Aber weißt du was? Das ist einfach! Ja! ES IST EINFACH! Es ist einfach, sich an der unaufhörlichen Einhaltung oberflächlicher Routinen festzuklammern, sich in Gedanken immer nur um diese eine Sache zu drehen. Eine selbstauferlegte Zwickmühle, die dem Gehirn eine gehörige Daumenschraube ansetzt. Das vereinfacht das Leben ungemein. Denken? Nein, danke! Bloß nicht!

Doch das funktioniert nicht immer. Leider. Manchmal holt dich das Leben ein. Das Leben, das sich außerhalb deiner Scheuklappen abspielt. Dann erreichen dich Meldungen wie die Geschichte vom Horrorkinderheim „Haut de la Garenne“ auf Jersey. Und das erschlägt dich dann. Das haut dich in Ohnmacht, in eine Spirale der Verzweiflung. Es ist dir zuviel. Es übersteigt einfach die Wut, die du fühlen kannst, übersteigt den Haß, der in dir ist, es übersteigt all deine Vorstellungskraft an Folter, die du diesen Bestien selbst antun möchtest.

Ich esse nichts. Mir ist schlecht.

Der Kuschelblog

Eigentlich traue ich mich ja gar nicht, hier etwas zu schreiben… aso nein! Das habe ich gestern schon gesagt…..

Nur mühevoll und gequält kommen die schmutzigen Worte aus dem Anus in meinem Gesicht….. nein…. auch fad……

Gestern war ich bei der Nachbarin….. nein…. das ist schon abgedroschen…..

Also ehrlich gesagt, ich finde es schade bzw. eher beschissen, daß es heuer wiiiieeeeder Leute geben muß, die meinen Misthaufenblog lesen und Kommentare hinterlegen! Eigentlich wollte ich neu beginnen! Den Stil vollkommen ändern und einen romantischen Poesieblog aus www.matla.at machen. Mit Gedichten, Zitaten, Smilies und lustigen Bildern!

Und der erste Satz dieses Kuschelblogs wäre gewesen:

„Als ich mittags den Hügel hochspaziert bin, schien mir die Sonne ins Gesicht! Ist das nicht schön? Endlich wieder Sonne?

Oder noch besser:

„Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich hier schreiben soll und ob es überhaupt jemanden interessiert, was ich denke. Aber aller Anfang ist schwer und so schreibe ich einfach das, was mir durch den Kopf geht. Ich werde nämlich immer soooo depressiv, wenn ich an meinen Hund denke, weil in der kalten Jahreszeit ist es ja sooooo finster….“

So wollte ich das machen, aber ich esse lieber:
1 kuschelige Semmel mit Schweinsbraten, Bergbaron und Senf
1 sooo lieben Apfel, der leider nicht mein Kronprinz ist

Krise, Krise, Krise

Ein Tag wie eine Krise. Keine Kronprinz Rudolf Äpfel bei Zielpunkt.

Wenn ich des Morgens irgendwohin komme, muß ich dem Clo durch einen gemütlichen Gutenmorgenschiss für den Rest des Tages quasi meinen Stempel aufdrücken. Als ich das heute in der neuen Anstalt machen wollte, mußte ich feststellen, daß jemand das Fenster nicht geschlossen hatte und am Clodeckel ein bißchen Schnee lag. Krise! Die Temperatur vertrieb mich dann endgültig aus dem Clo und ich schwor mir, bei nächster Gelegenheit ins Waschbecken zu kacken.

Ich esse:
1 Dose Schinkenfleckerl, die wider Erwarten hervorragend schmecken
1 Apfel Gala, der beschissen schmeckt

Wursti Wursti

Mein idiotischer Beitrag von gestern ist charakteristisch für diesen beschissenen Weblog.
Auch ist er das für mein Handeln. Deshalb habe ich versucht eine Taucherbrille zu bekommen. Jedoch konnte kein einziger Verkäufer mir eine bieten, die auch dann dicht ist, wenn sich Wasser in ihr und Luft außerhalb befindet. Da muß sich mein Gehirn noch etwas überlegen.

Mein heutiges Hapipapi:
1 knuddeliges Baguettilein mit Wursti, Käsi und Gemüsi
1 Toblerone
1 Flasche trink joghurt von nöm mix

Foto: