Illegaler Kater

Wegen den interessanten Wetterphänomenen, die es in der letzten Zeit zu bestaunen gibt, habe ich mich letzte Woche dazu entschlossen, meine Dachterasse mit Fliesen zu belegen.

Dann kann ich am Dach sitzen und mich wahlweise in der tropischen Sonne aalen oder beobachten, wie die Blitze die Häuser in der Umgebung in Brand setzen.
Natürlich kann ich, Trottel, nicht fliesenlegen. Ich brauchte Hilfe. Diese zu finden, war allerdings etwas problematisch. Denn um auf mein Dach zu kommen, muß man an der Marihuanaplantage vorbei, die schon etwas auffällig ins Äuglein sticht.
Letztendlich einigte ich mich aber mit einem von der Polizei gesuchten illegalen Einwanderer.
Gestern Morgen läutete es an meiner Tür, ich machte auf und knallte die Tür gleich wieder zu, weil ich mich so erschreckte. Sah der unheimlich aus! Aber dann erinnerte ich mich, daß es der Fliesenleger war, und ließ ihn herein. Er leistete gute Arbeit.

Ich hocke im Rattenloch und „esse“:
1 Suppe – könnte Kräutersuppe sein – ist aber als Katerfrühstück ausreichend.

Mehr bekomme ich nicht hinunter.

Käsefüße könnten die Ursache sein!

Ich habe noch nie ein Hühnerauge gesehen und weiß nicht, was das ist.

Die Frau aus der Nebenzelle war heute schon bei mir, um sich bei mir ihre Unterarme einzucremen. Damit sie mir nicht wieder etwas von ihren Warzen auf der Fußsohle erzählen kann, habe ich gleich mit einem Thema begonnen, das mich schon seit ein paar Tagen beschäftigt. Ich habe ihr nämlich erklärt, daß, falls die Staatspolizei letztendlich doch kommt und mich verhaftet, sie ihnen auf keinen Fall verraten darf, wie man mich foltern kann: man braucht mich nur zu zwingen mit Socken in einem Bett zu schlafen.
In solchen Momenten sind wir plötzlich wieder per Sie.

Ich esse:
1 Kürbiskernlaberl
1 Dose Tomaten-Basilikumaufstrich
1 Packung Romadur

Ich esse Romadur und der Typ, der heute auch im Rattenloch sitzt, ißt Fisch aus der Dose. Es riecht wie auf einem Segelboot bei Schlechtwetter nach 3 Wochen Atlantiküberquerung.

Betonbunkerpsycho

Ich wohne in einem riesigen Betonbunker, den ich liebevoll meinen kleinen Psychopathen-Generator nenne.
Kinder, die hier aufwachsen, werden eines Tages unweigerlich zu  Amokläufern. Soviele Dinge passieren hier, daß die  Polizei überfordert ist. Ich helfe ihnen. Das ist auch zum  Wohle der Jugendlichen. Je früher sie im Gefängnis landen, umso besser für alle.

Ich filme und fotografiere die Verbrechen in der Gegend. Wenn am Sonntag die Zeitung gestohlen wird, wenn Leute gegen die Hauswand pissen oder betrunken in den Innenhof kotzen, halte ich es fest.
Regelmäßig gehe ich dann zur Polizei und liefere die Beweismittel ab – sie kennen mich schon gut.
Manche Dinge, kann ich auch selbst – ohne Polizei – lösen. Zum Beispiel brennt bei der netten Familie gegenüber schon seit einigen Tagen am Balkon das Licht. Da habe ich mein Scharfschützengewehr, das ich mir gleichzeitig mit meinem  ersten Computerspiel gekauft habe, aus der Waffenkiste geholt (in  der übrigens auch mein toter Rottweiler liegt) und versucht,  ob ich die Lampe theoretisch treffen könnte. Lange habe ich  sie im Visier gehabt. Da ist mir auch gleich der dämliche Hamster am anderen Balkon eingefallen, der mir schon längere Zeit ein Dorn im Auge ist. Mal sehen, was sich machen läßt.

Ich esse:
1 Kürbiskernlaberl
1 grüner Paprika
1 Dose Wojnar Cottage Aufstrich mit Radieschen
1 Packung Münsterkäse
0 Kronprinz Rudolf Apferl
aber dafür 1 Krapferl

Ein Anschlag für die Volkswirtschaft

Meine Bloggerkollegen benutzen die Weblogs dafür, um mit ihren Problemen hausieren zu gehen: faule Zähne, verdorbener Magen, unersättliche Vulva, zuwenig Eingänge in der Mailbox usw…
Du, lieber persönlichkeitsgespaltener Fan, weißt, daß ich keinerlei Probleme habe. Ich verwende diesen Blog, um auf Gefahren und ihre möglichen Folgen hinzuweisen.

Heute möchte ich mich dem Thema ‚Jugendarbeitslosigkeit‘ widmen. Die terroristische Gefahr, die von arbeitslosen Jugendlichen ausgeht, ist enorm. Erst vor kurzem habe ich einen Film gesehen, der das sehr schön verdeutlicht: ‚Assault –
Anschlag bei Nacht‘. Ein Polizist, der in einer amerikanischen Kleinstadt aus Versehen – aber dennoch völlig berechtigt – mit
seiner Schrotflinte einen arbeitslosen Jugendlichen umpustet, löst ein Inferno aus. Die anderen Arbeitslosen, von denen man weiß, daß sie dazu neigen, sich in Herden zusammenzuschließen, schwören Rache und besetzen das Polizeirevier (Man beachte: ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft, das regelmäßig arbeitet, hätte am Abend nicht mehr die Nerven, ein Polizeirevier zu belagern!).
Während der ganzen Nacht – sie müssen ja nicht so zeitig raus – bestürmen sie das Gebäude, in dem sich einige Polizisten und Verbrecher aufhalten, und versuchen alle zu töten. Doch Gott sei Dank! Die Staatsgewalt gewinnt! Knapp, aber doch. Alle jugendlichen Arbeitslosen der Stadt werden in einer Nacht beseitigt. Ein Erfolg für die Volkswirtschaft!

Ich esse:
2 Kornspitzen
1 Dose Kürbiskernaufstrich
1 Paprika rot
1 Packung Münsterkäse

Der süße Prinz Charles

Es ist Freitag, ich bin bei Lola – alles ist gut.
Nachdem ich nun seit mehreren Wochen nicht hier gewesen bin, hat sich vieles verändert. Vor Wochen noch gute Kollegen, wollten sie heute die Polizei und einen Notarzt holen, weil sie mich nicht erkannten.
Jedoch löste sich alles in Wohlgefallen auf, als ich meine Prinz-Charles-Maske vom Gesicht zog.
Die sehr freundlichen Kollegen haben nachgefragt, ob ich den Notarzt wirklich nicht brauche.

Ich esse:
2 Semmeln mit Farmerschinken, Käse und Gurkerl
1 Schachtel Leibniz Choco Vollmilch – ÖkoTest – sehr gut
3 verschiedene süße Leckerein, die in der Gegend herumlagen

Im Bild ist Lola zu sehen – sie ist es wirklich. Nach dieser kleinen Beziehungspause läuft es wieder ganz gut.