Verabredet mit einem toten Fischstäbchen

Das verdammte Date – ich hasse dieses
Wort – mit der Nachbarin – ich hasse diese Frau – ging wider
Erwarten in die Hose.

Es begann alles recht friedlich. Wir
tranken Rotwein aus der Schachtel, rauchten Joints und redeten
über unsere Jobs. Sie über ihre Erlebnisse mit ihren
Freiern und ich über meine Abenteuer in der
Kugelschreiberbranche. Es lief wirklich gut.
Hektisch wurde es erst dann, als die dumme Kuh den Doppler Rotwein,
den ich für zuletzt aufgehoben hatte, fallen ließ und
somit vernichtete. Sie begann hysterisch zu schreien, aber ich –
der perfekte Gastgeber – beruhigte sie und sagte, daß das
kein Problem darstelle und daß ich halt die restlichen beiden
Rotweinschachteln alleine trinken würde. Da wurde sie
plötzlich richtig aggressiv und wollte mir eine der beiden
letzten Schachteln aus der Hand reißen und selbst trinken.
Nicht mit mir.
Es begann eine wilde Rangelei, bei der einige Gläser und der
Couchtisch zu Bruch gingen. Und wie bei jeder Schlägerei zog
ich auch hier den Kürzeren, gab ihr die letzten beiden
Schachteln Rotwein und wünschte sie zum Teufel. Dann kotzte
ich in die Küchenspüle.

Ich esse – noch immer etwas angefressen:
1 Semmerl EKG
1 Apferl
1 Flasche globalisierter Spargel „Le Baron – de Paris“ aus China
abgefüllt für Wien – ich experimentiere nämlich
gerade mit Urin und möchte wissen, ob meine Pisse auch von
Spargel in Flaschen nach toten Fischstäbchen riecht.

Die heutige Installation:

7 Gedanken zu „Verabredet mit einem toten Fischstäbchen“

  1. Du Prolet! Kannst du nicht mal wie jeder normale Mensch
    schreiben? Muß das sein? Kotzen, Pisse, Scheiße? Diese
    ganzen Kraftausdrücke? Muß das wirklich sein? Bist du
    tatsächlich so ineloquent?

  2. tut mir echt leid, das mit dem verpatzten date.
    hast wohl die k.o. tropfen doch nicht eingesetzt.
    beim nächsten date solltest du vielleicht doch gleich
    tränengas einsetzen, das könnte dir den entscheidenden
    vorteil verschaffen…

  3. Spargel enthält sehr viel Asparagin. Asparagin stinkt aber
    nicht, denn das ist eine Aminosäure, die sehr polar (sogar
    ionisch) ist und nicht verdampft. Davon kann man sich anhand einer
    Probe aus dem Chemikalienschrank leicht überzeugen.

    Ein erster Hinweis darauf, was es mit dem Geruch des Spargels auf
    sich haben könnte, ist, daß in den Sproßachsen
    Schwefel-haltige Verbindungen nachgewiesen wurden. Es ist zu
    vermuten, daß diese Verbindungen bzw. ihre Abbauprodukte
    stinken. Denken wir nur an die Schwefel-haltigen Ausscheidungen von
    Kater oder vom Stinktier.
    Der nach dem Verzehr von Spargel eintretende typische Geruch des
    Urins ist auf Abbauprodukte wie S-Methyl-Thioacrylat sowie auf
    dessen Methanthiol-Additionsprodukt
    S-Methyl-3-(methylthio)thioproponiat zurückzuführen.

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