Montäääh

Die Tür in der weißen Anstalt flog auf, eine Frau mit roten Zöpfen stand in der Tür und sagte:
„Äääh…“
Langsam neigte ich den Kopf zur Seite und hob wortlos meine Augenbrauen.
„Äääh, wo warst du?“, fragte mich die Frau und setzte sich mir gegenüber.
Ich war mit der Situation etwas überfordert. Montag. Morgen. Und sagte deshalb… nichts.
„Äääh, hast du deine Zunge verschluckt?“
„Wer sind Sie?“ Vorsichtiges Vortasten.
„Äääh, deine Kollegin?“ Eine Frage als Antwort.
„Ich habe Sie aber das letzte halbe Jahr kein einziges Mal gesehen“, sagte ich.
„Äääh, weil du nie hier warst?“ Noch eine Frage als Antwort.
Bevor ich noch was sagen konnte, sprang wieder die Tür auf. Ein Mann.
„Oooh!“, sagte er, als er die Frau sah.
„Äääh“, antwortete sie.
Dann sah er mich an und:
„Uiuiui!“
„Pfffff“, gab ich zurück.

Und irgendwann wird auch dieser Montag vorbei sein.

Ich aas:
1EKG
1 Nektarine

5 Gedanken zu „Montäääh“

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