Volver, verfickte Paloma, volver!

Und doch verbinden uns viele Dinge. Nicht nur die gegenseitige Missgunst und der unaussprechliche Hass aufeinander, sondern auch, ja, auch die Musik. Genauer gesagt, die Mariachimusik. Der Krawutzikrautkopf verwendet sie zwar zum Quälen seiner armen Nachbarn – die ihm nun wirklich gar nichts getan haben – , für mich jedoch ist sie – ich kann es ruhig sagen – Lebenszweck. In guten wie in schlechten Zeiten heilt mich die Musik der Mariachis von allen bösen wie guten Gedanken. Und das war schon immer so.
Deswegen möchte ich euch zwei meiner Lieblingslieder vorstellen.

Zunächst hätten wir da den Mariachi-Klassiker schlechthin: Cucurrucucu Paloma. Einem Täubchen gleich besingt hier der arme Pedro Infante die Frau seiner Träume. Welche Frau wünscht sich nicht so einen Mann? Auch wenn sie noch so hässlich ist?

[youtube JU-lANuwEbc nolink]

 

Und nun kommen wir zu einem Mariachi-Song, der mir aus der Seele spricht. Ein Alkoholiker, der völlig besoffen besseren Zeiten und seiner Frau nachjammert. „Volver, volver„, was soviel bedeutet wie „Komm‘ zurück, komm‘ zurück“. Der legendäre Vicente Fernandez!

[youtube ugNQ5uIN09Q nolink]

 

Dazu muss man nichts mehr sagen. Ich aas laut mitsingend:
1 Apfel
1 EKG

Gar nicht knorke!

Ich gehe im Kreis, habe nichts zu tun. Die hohe Zeit der Kugelschreiberbranche ist vorbei, ich weiß nicht, was ich mit der Zeit anfangen soll. Vieles würde mir einfallen, aber es kommt selten zum ersten Schritt. Rauchen, trinken, rauchen, trinken, rauchen, trinken. Musikhören, Gitarrespielen, Nasenbohren läßt den Tag vergehen, auch Internetbrowsen.

Was ich aas:
2 Brot mit Kümmelbraten
1 Paprika gelb

Was ich dachte:

Futterzauberer und die „gute“ Fee

Endlich weiß ich, warum mich die Scheißkatze meiner Nachbarin umbringen will. Sie glaubt nämlich, ich bin ein böser Zauberer! Wie ich auf das komme? Jedesmal wenn ich bei der Nachbarin oben bin und zum Kühlschrank gehe, um mir ein Bier zu holen, kommt sie zu ihrem Futterschüsselchen gelaufen, welches sich schräg unter dem Kühlschrank befindet. Dann steht die Katze dort, starrt in den Freßnapf und wartet auf die wundersame Erscheinung des Futters. Sie stiert so lange in die Schüssel, bis ich mich vier Meter vom Kühlschrank entfernt habe. Eindeutig oder?
Wenn die Katze mich daher um die Ecke bringen will, kann ich es ihr nicht verübeln. Ich kann Zauberer auch nicht ausstehen. Und Fehen und Magier auch nicht. Alles, was Dinge herbei- und wegzaubern kann. Diese verhexten Mutanten mochte ich schon als Kind nicht. Schon damals war mir nämlich klar: von nix kommt nix. Das Universum befindet sich in einem Zustand des Gleichgewichtes. Was auf dem einen Eck erscheint, muß am anderen verschwinden! Logisch! Das heißt, wenn eine angeblich „gute“ Fee dir einen Wunsch erfüllt, z.B. eine neue Badewanne, dann hat auf einmal irgendwer irgendwo keine Badewanne mehr. Ein Kind bekommt ein Spielzeug gezaubert – irgendwoanders steht ein Kind kurz vorm Selbstmord.
Und daß Zauberer existieren, steht ja nun völlig außer Zweifel! Wie sonst verschwindet wohl stets ein Socken eines Paares? Na? Genau! Es existiert ein Planet mit einbeinigen Zauberern, die sich ihre Socken nicht kaufen, sondern sie herbeizaubern.

Alles klar in meiner Birne und ich aas:
1 Apfel
1 Liptauer
1 Käse
1 Brot
3 Tomaten

PS: Der filmische Beweis: die verfickten Zauberer sind unter uns!

Der Müllstrudel, schmackhaft zubereitet

Der Bildungsauftrag dieses Misthaufenblogs ist immanent. Meine abgespaltenen Persönlichkeiten, die alle Kommentare hier schreiben, wissen das. Und ich, die Hauptpersönlichkeit, weiß das.

Heute, liebe Klasse, lautet unser Thema „Plastik“. Da mir als alten Segler die Vermüllung der Meere wirklich Sorgen bereitet,  ist es mir ein Anliegen, dass jeder Mensch von den gigantischen Müllstrudeln in unseren Ozeanen weiß. Der folgende Film „Plastik über alles – Eine Welt aus Plastik“ behandelt dieses Problem.

Mein Dank geht an „Tipps und Tricks für ein Autarkes Leben„, durch das ich auf diesen Film aufmerksam geworden bin – ein toller Blog, wenn man zu denen gehört, die immer mehr draufkommen, daß die herrschenden Zustände fürn Arsch sind.

Ich aas:
1 Packung Müll

Christmas head smashing blues

Ich habe heute die erste Weihnachtskarte meines Lebens bekommen – eine handgeschriebene und persönlich an mich gerichtetetetete!
Wow.

Die Karte ist von meinem Agenten. Er schreibt:

Frohe Weihnachten, Matla! Und wann ist das Buch endlich fertig?

Schwungvolle, kaum lesbare Handschrift.
Ich freue mich aufrichtigst über diese Überraschung. Danke, Alter!

Ich selbst schrieb noch nie eine Weihnachtskarte – Postkarten generell entziehen sich meiner Vorstellungskraft. Nur eines mußte ich einst tun: 88 Weihnachtskarten unterschreiben! Als ich damals nämlich in einer Bude arbeitete, als Angestellter, zwang der Boß die Sekretärin 88 Weihnachtskarten – mit der Hand(!) – zu schreiben. Diese arme Sau! Und alle Untergebenen mußten unterschreiben.
Mann! Ich habe alle 88 unterschrieben, ja, bei Gott, das habe ich! Aber weißt du, was ich geschrieben habe? „Arsch“, „Beidl“, „Hure“, „Leck mich“ und solche Sachen – alles  natürlich in unterschrifttypischer Unleserlichkeit. Danach gings mir besser.

Die Sache mit dem Buch – momentan fühle ich mich dabei so:

Matla schreibt

Und dennoch wünsche ich dir frohe Weihnachten – soll dies meine Weihnachtskarte an dich sein! Auf das du dich erfreuest!

Und dazu ein kleines Liedchen von einem der wenigen vernünftigen österreichischen Bluesmusiker:

Al Cook – Silent Night Blues

Ich aas:
DEN GLEICHEN SCHEISS WIE DAS GANZE JAHR!!!

PS: und Fotos hab ich noch immer keine.

Die Heimkehr des Kronprinzen

WOW! WAR DAS GEIL! Der Törn! Die Rückreise mit der Eisenbahn!
Einige Geschichten gäbe es zu erzählen. Nach und nach werde ich sie auf dich loslassen. Heute jedoch fasse ich mich kurz, denn die Kugelschreiberbranche fordert ihren Tribut.

Vielleicht ein kurzes Video – hier fuhren wir unter Motor im Golf von Patras auf die Rion-Antirion-Brücke, unter der wir hindurch mußten, zu:

Während der Segeltörn die üblichen Abenteuer für uns bereithielt, wurde ich von der ereignisvollen und spannenden Zugfahrt geradezu überrumpelt. Aus den geplanten 32 Stunden in Eisenbahnen wurden 52! Ich kam erst gestern Abend nach Hause.

Hier ein Foto vom Sonntag – es zeigt Belgrad von seiner schönsten Seite:

Die Ankunft in Wien wurde mir versüßt. Es gibt endlich wieder das, was ich am liebsten aas:

1 Schachtel Kronprinz Rudolf Äpfel