In Humbug

Um das Sommerarschloch mit Inhalt zu füllen, noch weitere wertlose Fotos von meiner Europatournee. Heutiges Special: Hamburg.

Im Zug nach Hamburg. Fad, aber schnell:
Wien - Hamburg

 

Hamburgs fortschrittliche Solarmistkübel:
Solarbetriebener Mistkübel

 

Die berühmte Dings-Kirche in Groß:Hamburgs berühmte Kirche

 

Hier macht Schnitzelessen Spaß:Lustiges Schnitzelessen

 

Bier in Hamburg:Hamburgs Bier

 

Ich aas:
1 Mohnflesserl mit EKG
1 Birne Forelle, die wie das Maurerdekollete aussieht!

Hamburg HumbugBirne Maurerdekollete

Supermans Kasteel

Wie bereits erwähnt, war ich einige Wochen in Europa unterwegs. Die eindruckvollste Stadt war für mich Amsterdam. Momentan angesagter Slogan: „I amsterdam“. Lustig.
Die Niederländer jedenfalls sind ein witziges, eingerauchtes Völkchen. Und – Überraschung – auch Superman ist eigentlich Niederländer. Hier die Beweise:

 

  1. Martha Kent mit dem jungen Superman. Jonathan Kent im Hintergrund schielt in den Himmel gen Krypton:

Martha Kent mit dem jungen Superman

 

2) Hier Superman im zartesten Kindesalter, völlig eingeraucht mit Drogenutensilien auf einem Deich herumirrend:20160713_114243

 

3) Dieses Bild zeigt den jugendlichen Superman. Er wollte ja eigentlich Gitarrist werden. Rechts im Bild Lois Lane, die Milch aus ihren Brüsten auf Supermans Gitarre spritzt, um ihn zu ermutigen. Kleines Detail am Rande: auch mit 15 Jahren hatte Superman scheinbar schon ein Faible für Strumpfhosen und Capes:
christian-allegory-1515

 

4) Supermans „Festung der Einsamkeit“ befindet sich nicht – wie in diversen Comics behauptet – am Nordpol, sondern man erreicht diese sehr bequem von Amsterdam aus mit der Linie 32:Die Festung der Einsamkeit

 

Ich aas:
1 Packung Ribisel

 

Alles gut, ne?

Im Juli war ich sozusagen auf Urlaub. Mich hatte da vor vier Wochen das Reisefieber gepackt. Meine Kollegin, die Krawallfotze, ging mir auf den Keks, völlig erledigt vom Nichtstun bzw. vom Tun als ob. Also sprang ich in der weißen Anstalt von meinem Stuhl auf und hüpfte auf den Gang, um mich umzusehen. Wem könnte ich wohl sagen, dass ich jetzt eine zeit lang weg sein werde. Ich schritt die Büros ab und fand die „Personalabteilung“.
„Klingt gut“, dachte ich mir, klopfte und betrat das Büro. Sofort sagte ich in den Raum  hinein, sodass mich alle hören konnten:
„Ich gehe jetzt vier Wochen auf Urlaub.“
Jemand, der sich angesprochen fühlte, antwortete:
„Matla. Das geht nicht. Sie haben alle Urlaubstage schon längst verbraucht. Sie sind sogar schon drüber!“
„Hm. Gut. Ich werd‘ trotzdem nicht kommen.“
„Das müssen Sie mit der Geschäftsführung klären.“
Eines der nächsten Büros: „Geschäftsführer“. Riss die Tür auf und drinnen saß einer, den ich noch nie gesehen hatte.
„Ich gehe jetzt vier Wochen auf Urlaub. Alles klar?“
„Aha, Matla. Das müssen Sie mit Ihrem Abteilungsleiter klären.“
Hatte keine Ahnung, wer oder was ein Abteilungsleiter war. Ging also in das Zimmer von Dr. Sowieso.
„Ich gehe jetzt vier Wochen auf Urlaub. Keiner hat etwas dagegen gesagt.“
Dr. Sowieso, der gerade telefonierte, hielt mit einer Hand die Sprechmuschel zu und sagte zischend und mit mich hinauswinkenden Gesten:
„Jaja, Matla. Gehen Sie! Verschwinden Sie!“
Und weg war ich.

Vier Wochen später – nach einer tollen Runde in Nordeuropa – aas ich in der weißen Anstalt – die Krawallfotze ist fort:

1 Mohnstriezerl mit EKG

Alles gut, ne?

Brunnhilde. Wächterin der guten Sitten.

Brunnhilde, die Wächterin über Zucht und Ordnung in diesem Misthaufenblog, hat wie immer vollkommen recht. Mit ihrem dezenten Wink. Was ist mit meinem Anstand passiert? Wie kann ich zu meiner werten und geschätzten Kollegin nur „Fotze“ sagen?
Ich gebe es zu. Meine Kraftausdrücke sind nur ein Hilfeschrei. Ich kann mich anders nicht meiner Kollegin erwehren! Schon unsere erste Begegnung hat mich völlig überfordert!
Es war letzte Woche Montags. Ich komme nichts ahnend in die weiße Anstalt, gehe vollkommen vom Wochenende erschöpft in mein Zimmer, wollte schon meinen Schwanz rausholen und in das Altpapier brunzen, als da die Kollegin saß. Einfach so! Keiner hat mir was gesagt!
„G… g… guten Morgen?“, fragte ich zaghaft das neue Gesicht.
„Morrng“, sagte die Kollegin bestimmt. Kräftige Stimme. Ohne mich anzusehen.
Und es dauerte nicht lange… vielleicht ein, zwei Stunden, da nannte sie mich schon einen blöden Schwanzlutscher. Ja, Brunnhilde. Vielleicht ist das alles bloß ein Missverständnis. Vielleicht war es falsch, dem Rauchen im Zimmer zu zustimmen… und dem Drogenhandel. Vielleicht sollte ich ein… naja, wie es jetzt so in Mode ist… ein Referendum starten. Ein Referendum für den… hm… Sexit. Ja! Mit einem schönen Slogan, der von den Dümmlingen im Büro nur so aufgesogen wird: „Jetzt Sexit! Raus mit der Fotze!“

Ach, ich aas und ließ mich beschimpfen:
1 Teller Schwanzlutschersuppe
1 Teller Reis mit Schwanzlutscherstücken

Schwanzlutschersuppe Reis mit Schwanzlutscher

Krawallfotze

Die Fotze, die sie in der weißen Anstalt zu mir ins Zimmer gesetzt haben,… naja… aber wenigstens haben wir den Raum zum Raucherzimmer erklärt. Mit Minibar und Drogencocktails. Ich rauche ja zwar quasi mehr oder weniger nicht mehr, aber alles andere bleibt Grundstock.
Die Fotze hat außerdem ein gutes Gespür für Geschäftsmöglichkeiten, was immer etwas Geld in die Kaffeekasse spült. Mittlerweile geht es im Zimmer ziemlich rund. Ein ständiges Kommen und Gehen. Illustre Gäste, begüterte Geschäftsführer und Junkie-Kollegen. Der Kaffeeabsatz nimmt von Tag zu Tag zu. Ich habe beobachtet, wie die Fotze diverse Pulver in den Kaffee mischt.

Gut. Das war doch für einen Montag eine ziemlich gerade Ansage, oder nicht?

Ich aas im Scheißhäuslrestaurant:
1 Teller mit ähhh Krawall

Fotze mit Krawall

 

Im Stiegenhaus ist alles geklärt

Gott sei Dank! Eine große Welle, ja ein Tsunami der Erleichterung geht durch das ganze Land! Nein, was sage ich. Durch die ganze Welt! Wochenlang haben wir mitgefiebert, uns gefragt, wie dieses Spiel wohl ausgehen würde, wie sie sich entscheiden würden, wie es wohl weitergehen könnte. Was würden die Auswirkungen sein? Welche Konsequenzen würden sich daraus ergeben? Wochenlang war ich wie in einem Taumel, wusste weder ein noch aus, mein Weltbild drohte in tausend Stücke zu zerbrechen, die Nerven waren dem Reißen nahe!
Und nun. Alles entspannt sich. Sie haben sich entschieden. Und, wie ich finde, sie haben sich richtig entschieden: „Stairway to Heaven“ ist kein Plagiat. Led Zeppelin sind die größten. Von nun an kann das Leben wieder seinen Lauf nehmen. Auf Wiederhören.

Ich aas:
1 Mohnstriezerl mit EKG
1 Dose Red Bull (geschenkt bekommen)

Stiegenhaus in den Himmel

Untergang durch Comcons im NeuCom

Bravo. Die abgespaltene Kommentierpersönlichkeit Johannes van der Furzen hat den Inhalt meines SciFi-Romans völlig offen gelegt. Jetzt kann ich ihn vergessen. Den Ruhm… jetzt bleibt wie immer nur der Rum. Ohne stummen Ha… dafür mit einem lauten Haha.
Tatsächlich wäre in meinem Roman am Ende einfach nichts herausgekommen. Gar nichts… oder zumindest keine Lösung. Denn es hätte sich im Laufe der Geschichte herausgestellt, dass es auf dieser Welt – nennen wir sie „Dreck“… nein, nicht so schmutzig… nennen wir sie „Humus“ – ein unglaublich technologisch ausgefeiltes, den ganzen Planeten überziehendes Kommunikationsnetz namens Comnet gibt – man stelle sich das vor! Und die degenerierten Bewohner dieses Planeten, gefesselt an ihren Visorstühlen… ja, und das ist das, was Van der Furzen bereits im Kommentar gesagt hat… anstatt also sich zu erheben, um die Probleme mit vollem Einsatz zu lösen, bleiben sie in ihren Visorstühlen picken und schreien und beschimpfen sich zunächst per kurzen Textnachrichten „virtuell“ an. Als selbst das zu umständlich und zeitraubend wird, wechselt man auf ein paar Hundert Symbole, die ausreichen, um alle Sachverhalte darzulegen. Diese Symbole bestehen aus bunten Gesichtern mit unterschiedlich dargestellten Emotionen, Figuren in diversen Tätigkeiten und einigen Gegenstände. Man nennt das „NeuCom“. Schließlich verbietet man der Einfachheit halber die alte, „normale“ Sprache, um  nur noch mit diesen Symbolen, Comcons genannt, im NeuCom zu kommunizieren. Während das alles innerhalb weniger Jahre passiert (und es passiert immer schneller), verbringt unser Held Matla die meiste Zeit beim Brandinesa. Immer mehr alleine, immer mehr mit sich selbst sprechend. Schließlich wird er vom Staatssicherheitsapparat bei dem illegalen Versuch erschossen, den Mund aufzumachen. Währenddessen fallen auf die Stadt die ersten Atombomben, weil irgend jemand mit zuviel Macht und altersschwachen Augen die Comcon-Symbole für Rakete und Penis verwechselt hat.

Tja, ich aas:
1 Plastikschachtel mit Reis und Huhn

Untergang durch Comcons im NeuCom

Verwesender Planet

Ich habe mir Handlung für einen Sci-Fi-Roman überlegt. Es geht um eine Welt, in der im Laufe der Zeit zwei Hauptgruppierungen entstanden sind. Ein Gruppe ist die der gebildeten Frauen mit grüner Haut. Die andere Gruppe besteht aus arbeitenden Männern mit blauer Haut. Zwischen den Fronten gibt es natürlich auch noch einige Splittergruppen, die aber im Grunde auch einer der beiden… nennen wir es einmal „Parteien“  zugeordnet werden können. Der Käse… ich esse gerade so duftenden Käse… ist leider der, dass ein Bürgerkrieg droht. Die grünen Frauen gegen die blauen Männer. Sie vertragen sich einfach nicht. Eigentlich wollen ja beide Gruppierungen das Gleiche, aber die Lösungen schauen sehr unterschiedlich aus… aber das ist eigentlich alles schnurzegal, denn es ist nur der Rahmen der Geschichte. Das Wichtigste bleibt der Held des Romans. Ein Einzelgänger… nennen wir ihn Matla. Dieser Matla sitzt auf diesem Planeten in seinem Wohnmodul und interessiert sich einen Scheiß für die grünen Weiber und die blauen Deppen. Er bereitet sich – entspannt wie er ist – auf den Bürgerkrieg vor. Gewissenhaft putzt er seine Waffen, ordnet die Munition und äugt regelmäßig aus seinen Fenstern, um die Gegend nach kriegerischen Auseinandersetzungen abzusuchen.

Ist mir einfach so eingefallen.

Ich aas:
1 Packung stinkenden Käse – die Nachbarin behauptet ja, dieses grätige Gebilde am Käse wäre verwesender Fisch

Verwesender Planet

 

Der Polizeihund Pepi

Ich telefoniere ja gerne. Dabei bin ich dann immer so kreativ. Erfinde dämliche Alltagsgeschichten, Lügenmärchen. Gestern zum Beispiel. Da telefoniere ich gerade mit einem der üblichen Verdächtigen, als plötzlich vor dem offenen Fenster irgendein Hund wie irre zu bellen beginnt.
„Matla! Was ist da los bei dir? Hast du einen Hund?“
„Ja, in der Tat. Einen Chiwawa. Er heißt Pepi.“
„Echt? Klingt eher wie ein Rottweiler!“
„Nein, nein. Der Pepi hat eine gute Lunge. Der wurde als Kind immer so sehr von seinen anderen Geschwistern, die viel größer waren als er, gejagt. Und der Züchter wollte den Pepi eigentlich einer Glaserei verkaufen… weil die brauchen ja immer Leute mit guten Lungen… aber dann ist der Glaserer, gerade als er kommen wollte, den Pepi abzuholen, mit seinem Fahrrad vom 6er überfahren worden…. und da hat der Züchter, den ich ja gut kenne, weil ich bei seiner Frau immer den Christbaumschmuck kaufe, mir den Pepi geschenkt, weil er so gekränkt dreingeschaut hat. So als hätte er alles verstanden und würde verstehen, wie ungerecht das Leben manchmal sein kann. Ja, weißt du? Und jetzt sitzt der Pepi neben mir am Fenster und bellt unten den 6er an, der gerade vorbeifährt…“
„Was? Seit wann wohnst du dort?“
… Und so ging es dahin …

Eine Stunde später ruft mich ein Saufkumpan vom Brandinesa an. Gerade als ein Polizei und ein Rettungswagen mit Blaulicht am offenen Fenster vorbeisausen.
„Matla, hearst! Wos is los bei dia? Kummans scho? Kastelns di jetzt endlich ei?“
„Nein, nein. Weißt du. Vorher haben sie meinen Hund überfahren und jetzt jagt die Polizei den Täter…“
… und noch vieles mehr. Also du verstehst schon, was ich meine.

Ich aas:
1 Brot von Billa mit Wiener und Gouda und veränderlichen Gemüsegewichtsanteilen
1 Schachtel Schwedenbomben

Der Polizeihund Pepi

Gottes ADSler

Hm. Habe ein scheußliche Nacht hinter mir. Wenig Schlaf, beschissene Träume. Ein Freund, den ich seit unserer Zeit in der Jugendanstalt für Komatrinker kenne, sandte mir nämlich sein zweiundreißigseitiges Geschreibe. Mit dem Titel „GOTT“. Habe damit im Bett vor dem Schlafengehen begonnen… und das raubte mir den nächtlichen Frieden. Nie, wirklich nie, zuvor habe ich etwas gelesen, das derart kompromisslos ehrlich ist! Niemals!
Diese zweiunddreißig Seiten sind ein Gebet. Ein Gebet eines Mannes mit ADS. Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom. Ein Gebet an Gott. Ein Flehen an Gott! Bitten um Hilfestellung im täglichen Leben, bitten um Unterstützung in zwischenmenschlichen Belangen, bitten um Gnade, bitten um Verständnis! Noch nie durfte ich so tief in eine Seele blicken. Leiden par excellence. Eindrucksvoll!

Ich dachte ja immer, ADS sei ein mehr oder weniger eingebildetes Problem schlecht erzogener Kinder, von Zappelphilippen, mit denen die Eltern nicht fertig werden… das tut mir leid. Nun bin ich klüger.
Gott schuf den Menschen nach seinem Vorbild. Gott hat ADS.

Ich aas im Scheißhäuslrestaurant:
1 Teller … äh… ich glaube, es hieß „Fakju“-Menü oder so ähnlich

Gott hat ADS