Das glaubst du nicht

Ich habe gestern die Nachbarin besucht,
weil ich mit jemandem reden wollte. Sie steht mir doch sehr
nahe.

So habe ich gestern Abend mit der Nachbarin ein paar
Flaschen Rotwein geleert. Nachdem sie mir eine gedonnert hat. Der
Grund ist mir noch nicht ganz klar.
Und du glaubst es nicht, aber genau in dem Moment, als ich die
Faust auf mich zukommen sah, genau in diesem Moment spürte ich
es wieder. Die Lächerlichkeit der Dinge. Ich war so geschockt
durch die plötzliche Wiedererlangung dieser Erkenntnis,
daß ich mich nicht einmal mehr an den Augenblick erinnere, an
dem die Faust an meiner Wange aufschlug.

Übrigens: das Lächerlichste auf diesem Planeten bin doch
ich selbst. Vorallem jetzt, wo ich weiß, daß das
Toastbrot nur mehr bis heute Abend reichen wird, und mir jetzt
schon der kalte Angstschweiß ausbricht, wenn ich daran denke,
daß ich deswegen morgen das Haus verlassen muß.

Ich esse völlig lächerliche Dinge:
2 Scheiben Toastbrot
2 Scheiben Schinken
1 Kugel Geheimratskäse
1 Eckerl Schmelzkäse

4 Gedanken zu „Das glaubst du nicht“

  1. Sie ist die Billa Wurstverkäuferin, liest sein Jahren
    deinen Blog und sieht dann bei dir den Schinken und hat nun Angst,
    du betrügst sie mit den Socken einer
    Pennymarktkassierin….oder doch ganz anders – mir fallt viel ein,
    warum dir jemand eine scheuert – aber doch, sie liest deinen
    Blog!

Kommentar verfassen