Knoff-Hoff: Magnetismus

Ich habe von daheim einen Magneten in die weiße Anstalt mitgenommen. Damit bin ich heute die gesamte Oberfläche des Geduldspiels abgefahren. Oben, seitlich, unten. Und als ich dort, auf der Unterseite, meine Bahnen zog, hörte ich im Inneren des Spiels seltsame Klickgeräusche. Aber was viel wichtiger war: die Kugeln waren magnetisch! Das hatte ich nicht erwartet. Ich musste unwillkürlich grinsen, als ich das entdeckt hatte. Ich blickte wie ein gehässiger kleiner Wichser, der seinem verhassten Nachbarn, mit dem er schon seit Jahrzehnten im Streit lag, etwas zu Fleiß machen kann, zur Kollegin, die sich schon wieder Notizen zu machen schien. Ich brauchte nicht lange, bis ich mit Hilfe des Magneten eine Kugel des Geduldspiels eingelocht hatte. Ha! Blöderweise rollte diese sofort wieder auf die Seite, sobald ich die Position des Magneten veränderte. Die Spielfläche war ja nach oben gewölbt.

Nun sitze ich hier, nicht mehr gar so mutlos, nicht mehr gar so aggressiv und mache Pläne. Morgen werde ich eventuell ein paar Drähte und Werkzeug mitnehmen, um die Steckdose anzuzapfen. Vielleicht erziele ich mittels Strom noch bessere Ergebnisse.

Ich aas im Scheißheislrestaurant:
1 Teller mit Etwas

Knoff hoff: Magnetismus

5 Gedanken zu „Knoff-Hoff: Magnetismus“

  1. Dieses Geduldsspiel sollte dich sehr nachdenklich stimmen. Ich glaube die wollen dich einfach für eine Zeit auf Eis legen um…vielleicht sich Umamatlarumma unter den Nagel zu reissen, oder vielleicht bist du Teil eines fiesen psychologischen Experiments, oder sie versuchen dich einfach nur sinnvoll zu beschäftigen. Jedenfalls würde ich sehr auf der Hut sein, die Geduld verlieren, den verdammten Deckel von dem Geduldsspiel runternehmen und die verdammten Kugeln mit Superkleber in die Löcher kleben, fertig. – bei Fragen kannst du dir einen guten Kleber-Rat aus dem Innenministerium holen.

Kommentar verfassen