Superman, hilf mir in meiner schwersten Stunde

Ich habe zwei ganze Wochen auf Kaffee verzichtet, um heute zu erfahren, wie Kaffee wirklich auf mich wirkt.

Ich hocke im Rattenloch und zittere. Es war ein Fehler diesen Espresso zu trinken. Ich hätte es nicht tun sollen. Ich hab einen typischen Horrortrip, den ich sonst nur bekomme, wenn ich zuviel Schuhcreme rauche.
Der Angstschweiß läuft mir aus den mit Eiter verstopften Poren. Die Welt ist wahnsinnig. Die Menschen sind wahnsinnig. Alles geht den Bach runter. Ihr Lemminge macht euch selbst den Garaus.
Hinweg! Hinweg! Die Natur stellt sich gegen uns und erst die Strahlung aus dem Weltraum!

Ich aß – und bereue:
1 Pack Debreziner mit Senf (süß und sauer) und Semmerl
1 Streuselteighaufen – was weiß ich, was das gewesen sein soll
1 Espresso, den ich mit Zucker und Milch als großen Braunen verkleidet habe

14 Gedanken zu „Superman, hilf mir in meiner schwersten Stunde“

  1. Beruhig dich doch, Alter! Es ist alles gut! Die Verbrechensraten
    sinken, jeden Tag enstehen neue Tierarten, die Erde durchläuft
    regelmäßig Hitze- und Kältephasen, es gibt keinen
    moralischen Verfall – wenn es ihn nicht schon immer gab! Wir sind
    Menschen! Wir sind flexibel! Wir werden das schaffen! Nur Mut, du
    armer Hund!

  2. Ja, da muß ich dem Vorposter beistimmen! Die Welt
    funktioniert so gut, daß Meldungen über
    Verkehrsunfälle, Überschwemmungen und Morde so
    unüblich sind, daß wir sie lesen!

  3. Mach Dir keine falschen Hoffnungen – Du und all Deine anderen
    ichs werden sterben. Wir werden alle sterben. Früher oder
    später, ob an Koffein, Weltraumstrahlung, dem Golfstrom oder
    verdorbenen Zechenkas…

  4. Mach dem Deppen doch keine Angst! Natürlich wird er
    krepieren – so wie alles und alle! Aber das ist Leben! Ohne Tod
    kann es kein Leben geben. Alles befindet sich in einem
    ständigen Kreislauf des Wandels – ständige Erneuerung.
    Das ist es ja, warum Menschsein so gut funktioniert.
    Ob matla da ist oder nicht, ist unwichtig. Er lebt, ob er nun
    personifiziert, verkörpert ist oder nicht.

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