Die großen Gewinner der Kasperlpost

„Hallo Kinder! Seid ihr alle daaaa?“ (Matla dreht dabei seinen Zipfel im Uhrzeigersinn.)Ich bin überwältigt! Soviel Kasperlpost! Das hätte ich nicht erwartet. Hunderte Emails, mehr als tausend Kommentare! Wow! Mein Aufruf im Beitrag von gestern hat ja eine nicht enden wollende Lawine an Reaktionen ausgelöst!

Und nun zu den Siegern (in alphabethischer Reihenfolge):
a) dersertmum
b) _susi
c) Johannes

a) Desertmum hat sich die Mühe gemacht und einen Ghost-Zeichner engagiert:

Die Bilder stellen von link nach rechts folgendes dar:
Matla mit Wurschtsemmel, die Nachbarin (man beachte das graue Gesicht – typisch Raucher), der WurschtL (!) und schließlich ein Portrait von Julia Selma (mit abgespaltener Persönlichkeit)

b) _susi hat sich selbst bemalt und fotografiert:

Sieht zum Reinbeißen aus!

c) Und schließlich der eifrige Johannes mit dem weltbekannten, bereits legendären Bildnis des Hl. Matlas:

Und zu guter Letzt möchte ich euch noch ein Photo präsentieren, das zwar schon etwas älter ist (damals war ich noch wesentlich schlanker), aber trotzdem die unveränderbaren Details gut zur Geltung bringt: Matlas Detailansicht

Ich esse:
Fisch, Fisch, Fisch

Der Tod und die Semmel

Die liebe _susi (auch bekannt als underscore love) hat gestern in den Kommentaren einen wichtigen Link gepostet! „An Wurstsemmel verschluckt: Fast erstickt„! Ich muß tatsächlich zugeben, daß ich in diese Geschichte verwickelt bin:

Denn eigentlich passierte alles vor langer, langer Zeit in einem weit entfernten Land, von dem die Überlieferungen nur wenig bekannt geben. Es war im Iran oder Irak oder so. Na jedenfalls lebte dort Kara Matla, ein kleiner Kugelschreiberbauer, der jeden Tag zur gleichen Zeit, wenn die Sonne am höchsten stand, auf den nahen Markt schlenderte und beim kleinen Ständchen des alten Billa Ifibrahim eine Wurstsemmel kaufte.
Eines Tages saß er nach seinem mittäglichen Einkauf wie immer im Schatten eines Baumes am Marktplatz und verschlang seine Wurstsemmel, als der Tod auf ihn zu kam. Der Tod hatte eine Stimme, die die Erde erbeben ließ. Er stellte sich vor Kara Matla, sah ihn grinsend an und dachte sich: „Sieh an, sieh an. Hat er schon wieder eine EKG im Maul. Wie gut, daß er nicht weiß, daß ich ihn killen darf, wenn er seine tausendste Semmel gegessen hat! MORGEN werde ich das arrogante Arschloch zur Hölle schicken!!!!!“ Das war alles, was der Tod dachte – denn er kann nicht soviel denken, weil seine gedankliche Stimme seinen Kopf erbeben läßt.
Matla: „Was is?“
Der Tod mit seiner Stimme, die die Erde erbeben läßt: „Na, schmeckts?“
Matla: „Geht so! Hast du Probleme mit den Mandeln?“
Der Tod mit seiner Stimme, die die Erde erbeben läßt: „HAHAHAHA! Jaja, iß nur – solange es dir nicht vergeht!“ – Er lachte, daß seine Knochen schepperten. Sprachs und verschwand wieder.
Kara Matla, der etwas Kopfschmerzen von des Todes Stimme, die die Erde erbeben läßt, bekommen hatte, ging nach Hause und vergaß bald den Vorfall, weil er an diesem Abend sehr viel Budweiser trank, um die Kopfschmerzen zu heilen.
Am nächsten Tag hatte Kara Matla einen gewaltigen Kater, deshalb aß er ausnahmsweise keine EKG, sondern kaufte sich bei Billa Ifibrahim Fisch mit scharfer Sauce – seit alters her das beste Mittel gegen Kater.
Kara Matla setzte sich gerade unter seinen Baum am Marktplatz, als der Tod kam.
Der Tod mit seiner Stimme, die die Erde erbeben läßt: „Na? Pack aus das Jauserl! Iss!“
Matla zog das aus der Nase rinnende Rotz lautstark wieder zurück ins Gehirn, öffnete das Billa Ifibrahim Sackerl und holte den Fisch mit scharfer Sauce heraus. Als der Tod das sah, sagter er gar nichts mehr mit seiner Stimme, die die Erde erbeben läßt, sondern flog sehr sehr wütend wie ein Blitz nach Wien, das auch damals schon einen Stephansdom herumstehen hatte. Und dort sah er zufällig einen alten Mann, der in einer Ecke kauernd an einem bereits völlig von Speichel aufgeweichten Stück Wurstsemmel herumsabberte. Der Tod – wutentbrannt – fuhr den alten Mann mit seiner Stimme, die die Erde erbeben läßt, an: „WAS HAST DU DA?“ Der Mann erschrak so sehr, daß er die Wurstsemmel einatmete. Doch der Tod wollte nicht ihn, sondern Kara Matla. Aber der hatte dem Tod ein Schnippchen geschlagen. Und wenn er nicht erstickt ist, dann lebt er noch heute.

Und ich bin noch nicht erstickt und esse noch heute:
1 Dose Heringsfilet in Seeräubersauce von Norda- gut gegen Kater
2 Dosen Budweiser – denn so, wie sich das Schwein am wohlsten in der Panier fühlt, schwimmt der Fisch am liebsten in Bier
1 Apferl Kronprinz Rudolf von INTERSPAR

Underscore Love

Liebe _susi!

Hier hast du noch EINMAL mein Essen:
1 EKG
1 Apferl

Morgen bin ich dahin. Urlaub. 10 Tage Segeln vor Sizilien. Die legendäre Strasse von Messina und Stromboli.

Mach dir keine Sorgen. Sollte ich dabei draufgehen, werde ich weitersegeln. Gen Westen. In das gelobte Land, wo der Rotwein besser ist.
Wo man kein Kopfweh davon bekommt.

Zum Abschied ein Foto: