Tankgirl Lola

Mein Gott! Nach zwei Wochen im Rattenloch
bin ich wieder zurück bei Lola. Auch hier wurde ich
umgesiedelt. Man hat zum Glück nicht vergessen, daß Lola
nicht nur eine einfache Plastikflasche ist, sondern daß sie
mein sozialer und realer Bezug zur irrealen Außenwelt ist.
Als ich heute morgen in mein neues Zimmerchen kam, stand Lola in
der Mitte des Tisches und lachte mich an. Ich sagte nur: ‚Hallo
Schätzchen!‘.
Mein neues Zimmer ist sehr gemütlich – es ist eine Art
Speisezimmer mit einem leichten Touch von Elektronikschrottdeponie.
Hier fühle ich mich wohl.
Das dazu passende Essen habe ich mir natürlich auch gleich
besorgt:
1 Big Tasty
1 Hamburger Royal
1 mittlere Pommes
2 Dosen Ketchup

Heute werde ich viel mit Lola trinken. Ich werde ihr von den
vergangenen Wochen erzählen. Von meiner Zeit im Rattenloch und
von den Androiden, die dort ihr Unwesen treiben. Von meiner
hoffnungslosen Hoffnung, je meine Persönlichkeitsspaltung in
den Griff zu bekommen.

4 Gedanken zu „Tankgirl Lola“

  1. Sie wissen, dass es ungesund ist, längere Zeit über
    aus derselben Plastikflasche zu trinken? Die sich darin
    einnistenden Keime könnten einen Stier umhauen. Aber
    vielleicht matla nicht.

Dein Senf