Burgenland, Rumänien und Schweiz

Seltsamer Titel, aber keine Angst, ich bin nicht zum Kosmopolit der Arbeiterklasse mutiert.

Im winterlichen Burgenland war ich und kam nun erst nach Hause. Abgeschnitten von der Außenwelt war es heute meine Aufgabe Androiden aus Rumänien die Techniken des Kugelschreiberdrehens beizubringen. Doch auch ich habe an diesem Tag etwas gelernt. Und zwar, daß ich Englisch zwar lesen und schreiben kann, aber auf gar keinen Fall sprechen kann. Wenn ich noch etwas an Selbstachtung hätte, würde ich ja sagen, daß es eine ziemlich peinliche Angelegenheit war, aber das ist mir schnurzegal. Zugegeben, ich gab mir auch kaum Mühe dabei. Nichtsdestowenigerzumtrotz haben sie scheinbar doch die wichtigsten Punkte verstanden.
Zum Essen sind wir alle in einen Merkurmarkt mit Kantine spaziert. Ich aas nichts. Zu sehr war ich in Gedanken bei einem alten Kumpel aus der Schweiz, der heute gestorben ist.

Also ich, bald selbst Aas, aas nichts. Adirivertschi.

PS: die restliche Woche bin ich jeden Tag im Burgenland. Vermisse mich nicht, wenn ich nicht schreibe. Ich vermisse dich auch nicht.

7 Gedanken zu „Burgenland, Rumänien und Schweiz“

  1. und ich bin hinterm Bisamberg im Bergwerk gefangen … warum solls dir besser gehen … begrenztes Mitleid, der Wein im Burgenland ist echt viel besser als der saure Veltliner aus den Bisamberger Weingärten…der schmeckt nach Schwarzfäule…falls Wein oder Reben solcherne Krankheiten kriegen können…

  2. Du hast rumänische Untertanen, du hast burgenländischen Wein, Mulatschag und die Puszta, einen Jünger, Vanacouds Beileid und vermutlich auch noch Socken ohne Löcher – Mann, ich beneide dich eigentlich!

  3. Das mit dem Schweizer Kumpel ist übel – da tut sich ein Abgrund auf, über den musst du selber springen – mütterlicher Rat: – iß zwei bis fünf Kambly – Gedenkkekse auf ihn und dann ruf ihm alles nach, was du ihm eigentlich noch sagen wolltest.
    Oder horch nicht auf die Mutter und mach was du willst.
    Es ist traurig, oft.

Dein Senf