Die japanische Kaffeezeremonie

Die einen glauben, sie hätten alles durchschaut, die ultimative Lebenseinstellung, die alles beinhaltet. Schmerz, Krankheit, Verlust, Tod, Armut. Die anderen denken gar nicht darüber nach und leiden still in sich hinein. Aber in Wirklichkeit versucht ein jeder, das beste aus der ausweglosen Situation zu machen. Wenn dir der Tod in den Arsch beißt, wenn du an dir schon den Hauch der Verwesung hochkriechen siehst, dann suchst du dir noch schnell was, damit dein jämmerliches Leben wenigstens in Würde ein Ende nimmt.
Ich für meinen Teil habe mich für den Weg des Kriegers entschieden. Bushid?. Ich bin Samurai. Ein Samurai, der noch schnell japanisch lernt, bevor er abkratzt. Und ich übe mich in der japanische Kaffeezeremonie.

Für die japanische Kaffeezeremonie brauchst du eine Kaffeekanne, mit der man griechischen Kaffee zubereiten kann und eine Packung türkischen Kaffees (z.B. Kurukahveci). Gib in die Kanne Wasser für eine Tasse Kaffee. Gib in die Kanne zwei Kaffeelöffel Tee – nein umgekehrt. Gib in die Kanne eine Brise Salz. Gib in die Kanne Zucker, nach Belieben. Gib die Kanne auf den Herd. Gib der Kanne Vollgas. Gib die Kanne von der Herdplatte, wenn der Kaffee hochkocht. Gib die Kanne auf den Herd. Gib die Kanne von der Herdplatte, wenn der Kaffee das zweite Mal hochkocht. Gib die Kanne eine Minute zur Seite. Gib dir dann den Kaffee in die Speiseröhre.
Wichtig: rühre den Kaffee nur um, wenn du ihn gerne mit etwas sandigem Material versehen trinken möchtest.

Ich zeichnete außerdem die nächtlichen Zustände im Rattenloch:
Horrorcomic

Ich aas und trank:

12 Gedanken zu „Die japanische Kaffeezeremonie“

  1. was unterscheidet eigentlich die japanische von der griechischen von der türkischen kaffeezeremonie?
    geiles Comic! bist du der mit der motorsäge oder der mit dem schweisserschirm vorm gesicht?

  2. he? was soll das für eine werbung sein?
    „Preisvergleich & Testberichte zum Thema Japanische Schriftzeichen!“
    sind die auch schon patentiert?

  3. Japanisches Kommentar, simultanübersetzt von der alleswissenden Müllhalde:
    Oh Angebeteter dessen Fußsohlen nie die staubige Erde berühren müssen weil knofl drunterliegt, Sonnenaufgang und Kirschblüte unserer Tage, schillerndes Feuerwerk, dass den Mond in den Schatten stellt, habe die Geduld und die himmlische Gnade eine Frage von mir unwürdigem alten Weibe zu beantworten: Warum, o Vielgeliebter Gottgleicher Herrscher über die Kugelschreibercantinaangestellten, warum tragest du in der finsteren Mitte der Nacht einen Fernseher in deinem goldnen Antlitz?

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