Fast zu gut für die Wurschtbudl

Natürlich bin ich als Wiener wie
jedes Jahr völlig vom Schnee überrascht worden und fahre
mit Sommerreifen herum. Die Winterreifen sind in ihrem Sommerlager
auf meiner Hütte in den Bergen.

Wenn man in einer Stadt
lebt, hat man manchmal Tage, an denen man nicht will, daß
einem die Leute ins Gesicht sehen. So einen Tag habe ich
heute.
Die Einsamkeit hier im Rattenloch ist deshalb gerade auch heute
sehr angenehm.
Beim Billa hatte ich eben das Glück, von einer Wurstbedienerin
bedient zu werden, der es heute genauso geht. Wir standen uns genau
gegenüber, aber es sah so aus, als würden wir beide mit
dem riesigen Werbeschild sprechen, das zwischen uns stand. Ich sah
von ihr nur die Arme, die meine Wurstsemmel bereiteten und sie sah
von mir nur meine Hände im Hosensack, wie sie gerade meinen
Hodensack einrichteten.
Und die Bedienerin war gut – fast so gut wie ich. Obwohl der
Geräuschpegel sehr hoch war und wir mehrmals ‚Bitte?‘ fragen
mußten, blieben wir beide hartnäckig hinter unserem
Schild versteckt.

Entspannt esse ich:
1 Semmel mit Kürbiskernschinken, Bergbaron und Gurkerl
1 Apfel Gala Lose – den Filialleiter habe ich heute zu seinem
Glück nicht entdeckt.

Ein Gedanke zu „Fast zu gut für die Wurschtbudl“

  1. man sollte den billa-verkäufern zu deren schutz
    papiertüten oder einheitliche masken über die antlitze
    stülpen: so wäre es unmöglich, die armen seelen zu
    erkennen und man hätte nicht den ultra-flash(so wie ich heute)
    wenn man so ein individuum dann sozusagen inkognito in der u-bahn
    trifft…

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