Geklemmte Weihnachtsflucht

So abstoßend meine Nachbarin auf der einen Seite auch ist, so bemitleidenswert ist sie auf der anderen Seite wieder. Zur Weihnachtszeit nämlich sitzt sie sehr oft am Boden vor der Glotze, springt von Sender zur Sender und sieht sich Kindersachen an. So herzige, dumme Filmchen mit Weihnachtsmännern und -bäumen, Schnee, Tonnen von Schnee, Christkindln, Geschenke, Zauber, Wunder, Sternchen, Glöckchen, Schlitten, Rentiere,… der ganze Weihnachtskitsch eben. Und da hockt sie dort, schaut mit großen Augen auf den Fernseher hoch und ist wie weggetreten. Manchmal klopfe ich ihr von hinten mit meiner Erektion auf den Kopf, um sie wieder zurückzuholen, aber das klappt nicht. Sie sitzt dann oft ein, zwei Stunden völlig regungslos da. Wenn ich sie dann später frage, was sie gemacht hat, schüttelt sie nur den Kopf oder zuckt mit den Schultern. Aber dann erzählt sie mir hin und wieder doch von ihrer Kindheit in einem Land, in dem alles Scheiße war und alles Scheiße ist.
Und ich sage dann zu ihr – so wie jetzt: „Mach mir doch ein bar Eingeklemmte, hm? Dann geht’s dir bestimmt wieder besser.“

Ich aas:
2 Eingeklemmte mit Schinken, Käse, Paradeiser und diverse Saucen

9 Gedanken zu „Geklemmte Weihnachtsflucht“

  1. NEIN, die Schweizer müssen sich irren!
    Laut Google Bildersuche sind Eingeklemmte arme Wurschteln(haha Wortwitz), die nach einem Autounfall von der Feuerwehr wieder aus dem Auto geholt werden müssen.
    Von 1000 Bildern waren nur 2 mit Brot!
    Ich folge nun Schluss, dass die Schweizer falsch liegen, Google hat immer recht!

  2. Verdammt! Jemand muss es ihnen sagen!

    Bei den Schweizern bin ich davon ausgegangen, dass das von den vielen Gletschern kommt – die armen Würsteln (hohoho, selber Wortwitz), die in die Gletscherspalten gefallen sind.

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