Nervös?

Wenn du nervös bist, dann bist du
noch nicht nervös genug!

Oh, Manitou (bzw. Gott)! Manchmal
ist es im Büro so lustig.
Der Kollege hat eine Querflöten-Freejazz-CD mitgebracht und
hört sich diese schon den ganzen Tag laut an. Es ist Musik,
die nervös macht. Meine Nasenflügel vibrieren bereits in
der Wellenlänge der höchsten Querflötentöne.
Die meisten Menschen haben auch den Drang laute Musik leiser zu
drehen, wenn sie telefonieren oder sprechen wollen. Er nicht.
Während ich nur noch Buchstabenkombinationen herausbringe, die
genau so unzusammenhängend sind wie Querflötenjazz
(zumindest für mich), spricht er betont leise und
verständnisvoll.
Als Gegenleistung versuche ich ihn mit blöden Fragen aus der
Fassung zu bringen. Das mache ich z.B. so, daß ich die
Lautstärke am Computer auf Vollgas stelle, dann ein Email
öffne und mich so blöd anstelle, daß bei jedem
Tastendruck, den ich hysterisch auf die Tastatur hämmere, ein
lautes „DUUUUP“ aus dem Computer dröhnt. Dann schreie ich:
„Herrgottnochmal, warum kann ich jetzt schon wieder nichts
schreiben?!“ Der Kollege sieht mich dann besorgt an, aber man merkt
am Zucken seiner Oberlippe, daß er mir gerne die Fresse
polieren würde.

Ich esse solange ich noch kann:
1 Packung Wurstbrot mit Wiener, Gouda, Gurkerl und Paprika
1 Apfel, den ich schon seit 1 Woche mit mir herumschleppe

3 Gedanken zu „Nervös?“

  1. Folgender Lösungsvorschlag: Gehörschutz rein,
    gepflegten Death Metal in den Player, bis zum Anschlag aufdrehen,
    warten bis es ihm das Gehör zerreißt, einmal
    umrühren, fertig. Der wird nie wieder Jazz hören…und
    auch sonst nichts

  2. Ein Tip – bitte oder frage das nächste Mal
    deinen Arbeitskollegen ob er sich nicht auch Kopfhörer
    mitnehmen könne; denn am Arbeitsplatz laut Jazz hören und
    dann noch leise, verständnisvoll reden – i was net!
    Und noch einen – gib erst die Packung vom Wurstbrot runter.

Dein Senf