Pferdeäpfel

Falls Sie zu lesen erwarten, daß
ich eine Wurstsemmel verspachtele, muß ich Sie
enttäuschen.

Gestern ließ ich leider die Nachbarin
in meine Wohnung. Nachdem sie festgestellt hatte, daß meine
Brille hervorragend zu mir und meiner verwahrlosten Wohnung
paßt, brachte sie wieder das leidige Thema ‚Räum doch
mal den Saustall auf‘ zur Sprache. Während sie mir Mittel und
Wege erklärte, wie man eine Wohnung sauber halten könnte,
glitten meine Gedanken ab. Ich stellte mir nämlich schon einen
Brief vor, den ich an meine Versicherung schreibe: „Liebe
Versicherung! Ich wollte gestern die Wohnung aufräumen, aber
eine unerklärbare Feuersbrunst zerstörte das ganze Haus.
Bitte überweisen Sie mir das Geld, damit ich mir eine neue
Wohnung kaufen kann. Danke!“
Als die Nachbarin ihre philosophischen Ausführungen beendet
hatte, schlug sie sogar vor, mir meine Wohnung zu putzen – als gute
Tat zur Weihnachtszeit. Gute Idee! Ich fragte sie, ob sie dabei,
wenn ich was draufzahlen würde, eine schwarze Latexmaske
tragen könne.
Nun, ich bin am Ausformulieren des Briefes an die
Versicherung.

Ich esse – wie ein Pferd:
2 Äpfel Kronprinz Rudolf

2 Gedanken zu „Pferdeäpfel“

  1. Könnte es denn sein, dass diese ominöse Frau Nachbarin
    doch glatt ihre Mutter ist und Sie uns dies ob der Peinlichkeit
    verschweigen. Es scheint mir sehr unglaubwürdig, dass
    Nachbarinnen vorbeischauen und Wohnung putzen. Es könnte
    jedoch auch sein, dass Ihre Nachbarin
    a. ihre Exfreundin ist (warum sollte die aber die Wohnung putzen
    wollen?)
    b. ihre Mutter (siehe oben)
    c. ihre Großmutter (die hätte jedoch vielleicht auch
    einen Kuchen gebacken) oder
    d. ??

    Putzwütige Grüße und Kompliment zu Ihrem
    Blog,
    A.

    PS: Ich wünscht‘ mein Nachbarin würde mal bei mir
    putzen.

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