Semmi, eh kloar.

Möglich, daß es am Vollmond
liegt.

Scheinbar bin ich heute morgen nicht wach geworden. Der
einzige Gedanke, der mir im Gehirn steckt, ist: „Semmi, eh kloar.“
Das ist der Satz, den ich zum Überleben brauche. Die
Wurstfrauen bei Billa kennen mich schon und da bedarf es nur mehr
dieser drei Worte.
Auch als ich dort zufällig die dumme Nachbarin, die mich
zuerst wohl gar nicht erkannte, traf, sagte ich zu ihr: „Semmi, eh
kloar.“ Sie sah mich an mit ihren ausdruckslosen Augen, sah mich
lange an, und sprach dann: „Bist du grade aufgestanden? Wie
schaffst du es, so lange Haare derart zu Berge stehen zu lassen?“.
Mir viel nichts besseres ein: „Äh, eh kloar?“ Sie drehte sich
um und lief im Zickzack den Gang entlang.

Nun – endlich daham angelangt – esse ich – sprachlos:
1 EKG
1 Apferl

Eh kloar.

7 Gedanken zu „Semmi, eh kloar.“

  1. Mir kommt vor die paar Monate, in denen ich diesen Blog
    ‚gelesen‘ habe, haben mich Jahrzehnte Altern lassen.
    Inzwischen sind ettliche meiner Haupthaare ergraut und ab und zu
    ertappe ich mich beim Luftlöcher-starren und
    fröhlich-vor-mich-her-sabbern.

    Danke Matla

  2. Ich warte eigentlich nur darauf was passiert, wenn man dir mal
    heimlich einen Tupfer Mayonnaise in der Semmel unterschiebt 🙂

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