Fleischliche Lust

Heute ist zwar Montag, aber mein Kater ist nicht zu spüren. Das liegt wahrscheinlich am hochwertigen Alkohol, den ich trank. Whisky und solche lustigen Sachen. Und heute gehts weiter.

Am Freitag Abend war ich auf einem Treffen der Wiener Zahnfleischfetischisten. Wir versammeln uns einmal im Jahr, um unsere Erfahrungen auszutauschen, Probleme zu besprechen. Es ist das Highlight des Jahres.
Der interessanteste Mann in dieser Runde ist Zahnarzt. Er ist für uns wie Gott. Ein Vorbild, aber auch Objekt des Neides. Hat er doch die Möglichkeit das erotisierende Zahnfleisch vieler Menschen zu sehen. Er hat es somit sehr viel leichter als die anderen, sich ein Urteil über seine Mitmenschen zu bilden.
In unserer Zahnfleischfetischistenrunde gibt es auch eine Frau. Sie fühlt sich wohl bei uns, denn sie ist der Mittelpunkt jedes Treffens. Sie wird von allen Anwesenden angemacht – und nur zu gerne zeigt sie uns ihr Zahnfleisch – geradezu eine Peepshow für Rachenraumfanatiker!!
Ich bin dabei aber eher der, der herumjammert und nörgelt. Ich liebe Zahnfleisch, doch es bereitet mir auch viel Kummer und Harm. Ich erinnere mich noch, als ich damals einmal eine Freundin hatte – das erste und letzte Mal. Beim einzigen Geschlechtsakt, den wir vollzogen, hatte ich die ganze Zeit meine beiden Zeigenfinger in ihrer Mundhöhle und zog ihr die Lippen auseinander, um besser ihr Zahnfleisch sehen zu können.

In lieben Erinnerungen an diesen tollen Freitag esse ich:
1 EKG
1 Afperl

Das Foto:

4 Gedanken zu „Fleischliche Lust“

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