Stadt, du bist so super!

Lili ist so neu und ich fahre mit dem Rad.

Ein herrlicher Tag. Ich bin heute wieder mit dem Fahrrad zu Lili gefahren, die übrigens wie durch ein Wunder völlig neu aussieht – s. Foto (heute mit Vöslauer-Oberteil).
Die Strecke, die ich dabei mit dem Rad fahre, zeigt mir die Stadt, wie ich sie liebe. Morgens immer der aufgehenden Sonne, Abends der untergehenden Sonne entgegen.
Die Tour beginnt mit der alten Schotterstraße den Berg runter. Hier werden meine 190 kg schweren Fettpolster, die meinen schlanken Körper umgeben, so richtig wachgeschüttelt. Wenn die wirkliche Straße beginnt – mit Autos und so – winke ich den ersten Kindern freundlich zu, die lachend und voll freudiger Erwartung in die Schule wandern. Dann gehts vorbei an dem Haus, in dem ein Fiaker mit seinen Pferden wohnt. Manchmal fahren wir am Morgen ein Stück gemeinsam. Ich hänge mich hinten an seine Kutsche und lasse mich ein Stück ziehen. Obwohl alles nach Pferdescheiße stinkt, ist er sehr freundlich.
Spätestens an der Straße mit den kleinen Geschäften trennen sich unsere Wege und ich fahre zwischen den kreuz und quer
geparkten LKWs der Lieferanten durch. Einer schenkt mir hin und wieder ein kleines Kipferl, weil ich ihm einmal behilflich war. Ansonsten begrüßen wir uns immer lautstark im Vorbeifahren: „Eeeeyyy, Matla!“ – „Eeeeyyy, ElKaWe-Fahrer!“
Danach sause ich meinen Schleichweg durch ein kleines Viertel mit ganz engen und kleinen Gassen, in dem manche Frauen die Wäsche auf Leinen zwischen den Häusern aufhängen – wie in Italien. Im Sommer ist es dort immer angenehm kühl. Eine gute Gelegenheit, um mir den Schweiß aus den Speckfalten zu wischen. Dort sehe ich auch manchmal ein altes Weib ohne Zähne vor dem heruntergekommenen Haus sitzen, die dem Ewigbesoffenen mit Strohhut und Pfeife erlaubt, ein bißchen seinen Kopf auf ihre Knie zu legen.
Wenn ich an den Hinterhöfen des Krankenhauses, in denen sie das abgesaugte Fett lagern, vorbei bin, erreiche ich bald die Stelle meines höchsten Glückes: meinen Arbeitsplatz, den G-Punkt meines Lebens. Da binde ich mein Fahrrad an eine Laterne – gleich neben dem Mistkübel. Wenn ich nach der morgendlichen Anstrengung Magenkrämpfe bekomme, verwende ich ihn immer, um zu kotzen.

Ich esse trotzdem:
2 Vaginalsemmeln mit Extrawurst, Käse und Gurkerl
Wasser aus Lili

4 Gedanken zu „Stadt, du bist so super!“

  1. Du willst mal wieder eine neue Lilly einschmuggeln?? Hast du
    denn wirklich so einen großen Verbrauch? Denkst du wir merken
    diesen fiesen Trick nicht? Wie lange willst du diese armen Flaschen
    noch benutzen und anschließend unehrenhafr wegwerfen für
    eine Neue? Und die harmonische Beschreibung von deinem Arbeitsweg
    glaub ich dir so wie so nicht!!

Dein Senf