SWLABR

Jawoll! Das Wochenende ist da! Und es hat bereits begonnen! Und zwar sehr gut. Das Geläute der Nachbarin habe ich ignoriert und den unlustigen Nachbarn, der mit einem Baseballschläger vor meiner Tür stand, habe ich mit meinem Schwert vertrieben. Und mein Magen freute sich bereits über zwei kalte Biertschi. Was kann jetzt noch schiefgehen?
Der viele Liptauer der letzten Zeit hat mich geistig und körperlich ertüchtigt. Ich bin fit, ich sehe klar und ich denke gerade Gedanken. Eines Tages werde ich es geschafft haben und selbst Liptauer kochen können.

Ich aas:
2 Brote mit Liptauer
1 Käse
1 Paradeiser

PS: auf Titel wird geschissen.

10 Gedanken zu „SWLABR“

  1. Kochkurs für Matla

    Lipdauer* :

    Kapitel1:
    Man nehme ein Schwert und zerhacke einen Lip.
    – dann trinke man zur Erfrischung sieben bis zwölf Biertschi und tue etwas anderes.
    Kapitel 2:
    Den zerhackten Lip zusammenscheren, in einem Sieb abtropfen lassen.
    Während das Lipverhackerte tröpfelt, trinke man etwas Rotwein, mehr als man denkt.
    Kapitel 3:
    wenn man sich wieder bewegen kann, ohne das einen der Kater tötet, wische man das Lipblut und die Rotweinkotze (auch wenn es eine wundrbare Farbsymphonie ergibt) aus Hygienegründen aus der Küche, irgenwo anders hin. Ganz wichtig: Liphack in den Kühlschrank tun! Dabei kann man aus dem Kühlschrank ein, zwei Bierchen nehmen und vernichten.
    In der nunmehr beinahe blitzsauberen Küche bekämpft man mittels Obstbrand den innerlichen solchen vehement, und versprengt einige Tropfen des 93prozentigen auch im Raum, damit der steril ist.
    Dann setzt man sich und überlegt wie es weitergeht mit Kochen.
    Liptauer verlangt nach Würze. Überlegen macht durstig, also betrachtet man sinierlich die sprießenden Zwiebel und nimmt dazu etwas Lacrima Christi – Leben und Sterben wird philosophisch meditiert, dann geht man ohne erkennbaren Anlass mit dem Schwert auf die Zwiebel los, stößt gurgelnde Schrei aus und senst die Zwiebel zielgenau in kleine Streifchen, die zersplitterten Kuchlluster bitte nicht in die Zwiebel fallen lassen!
    Dann macht man wieder ein Ruhepäuschen, es sollte aber nicht allzulange dauern, denn gehackter Lip verdirbt nach drei Tagen.
    Kapitel 4:
    Gleich nach dem Aufstehen, vor dem Frühstücksstamperl, sucht man alle Gewürze in den Kuchlkasteln, vorzugsweise solche in den Farben rot, orange und scharf.
    Dann kann man den Rotweintetra öffnen und sich laben, mit nunmehr ruhiger Hand die Zwiebel, die Gewürze und das Übliche mit dem Lip zermatschen, (man kann die Hände nehmen, das ist egal, Gabeln sind hinterhältige kleine Stecher) und dann schreitet man, nach endlich getaner Kocherei zum Aufschneiden des Brotes, ausser in der Gruft gab es abgepackte aufgeschnittene Brotscheiben, das machts leichter. Mit dem Schwert (Besteck sparen, das ist eh schon dreckig!) verteilt man zierliche Liptauerklackse auf die Brote – e-voila! fertisch, Bocouse!

    Kapitel 5:
    Man betrachte seine Brote und ergebe sich dem Trunk.

    *es heisst Lipdauer, weil die Zubereitung so lang dauert….

    Bussi, Schätzchen, ich hoffe, du hast das jetzt alles verstanden!

  2. Schatzi, Lipse muss man jagen! (wie Schnitzeljagd, nur eben lauert man nicht auf Schnitzel sondern auf Lipse!) du erkennst sie, wenn du sie siehst…

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