Antimaterierückstände

Jaja. Jeder weiß, dass ich ein alter Star Trek-Kommunist bin. Und wer das weiß, weiß auch, dass letzte Woche die neue Star Trek-Serie „Star Trek Discovery“ angelaufen ist und dass jede Woche eine neue Folge erscheint! Das bringt mich ganz schön in Stress, denn das sind natürlich Pflichttermine… und mit Pflichtterminen habe ich… schlicht und einfach… ein Problem. Zum Glück habe ich jede Woche nur diesen einen Pflichttermin… jetzt geht das eh ganz gut. Denn so läuft in meinem Kopf die ganze Woche ein einziger Countdown… und all meine Gedanken sind auf diesen einen Termin konzentriert.
Das Schöne ist, da verändert sich die ganze Welt rund um dich! Da werden die Protonenpumpenhemmer (du weißt schon, die Magenschutztabletten) plötzlich zur Ladehemmung bei den Photonentorpedos… da gibt’s bei den Ladepumpen Probleme! Die Inhaltsstoffe des grünen Smoothies werden zu Rückständen des Antimaterieantriebes – ja, die Antioxidantien bleiben über – Sondermüll! Die EKG, wenn die Haare drauf hätte, dann wäre sie ein Tribble und ich könnte sie endlich so liebkosen wie sie es verdiente!

Ich aas:
1 Tribble
1 Antimaterieantriebsrückstand

90 Jahre Schwedenbomben

Meine heißgeliebten Schwedenbomben gibt es nun schon seit 90 Jahren. Ja, wie die Zeit vergeht. Niemetz veranstaltet deshalb ein Gewinnspiel. Kreative Geburtstagswünsche können irgendwelchen Schrott gewinnen. Da mache ich natürlich sofort mit.
Das folgende Gedicht entstand im Schweiße meines Angesichts:

Schon vor 90 Jahren
ist Oma auf sie abgefahren.
Auch Mutter liebte sie so sehr,
damit ging auch ich in diese Lehr‘.
So trank ich schon als kleiner Knilch,
die Bomben mit der Muttermilch.

Später hieß es: „Iss nicht zu viel von den Süßen,
sonst musst du es eines Tages büßen.“
Ich hörte nicht und aß sie täglich.
Sie sind ja eh so gut verträglich.

Ich hab kein Diabetes,
und noch immer schmeckt es.
Die Zähne alle drin,
der Magen auch nicht hin,
nicht mal 80 Kilogramm,
fress ich sie noch immer z’samm.

Die braunen und die Kokosschweden
gibt’s zum Glück in allen Läden.
Seh ich sie, greif ich gleich zu,
Die Gier darauf gibt eh nie Ruh.

Egal was ist, sie werden mich begleiten.
Und das bleibt so für alle Zeiten!
Ach, ich lieb‘ die Packung mit 6 Stück.
Drum zum Geburtstag alles Glück!

Ich erwarte mir, dass ich dafür wenigstens ein Sixpack Schwedenbomben gewinne.

Heute aas ich:
1 Teller Tralala

90 Jahre Schwedenbomben

Tintig geschissen

Gestern war ich mit Tintinger und Etschi unterwegs. Meine Freundschaft mit Etschi hat dabei allerdings etwas gelitten. Auf dem Nachhauseweg nämlich hat er in eine Bushaltestelle geschissen. Er findet so etwas lustig. Ich nicht. Tintinger fand es übrigens auch nicht lustig, als er ein paar Spritzer auf seine nackten Beine abbekommen hat. Er läuft nämlich selbst im Winter mit kurzen Hosen herum, damit man seine Gefängniskunstwerke, die auf seinem ganzen Körper verteilt sind, bewundern kann. Darum sein Name. Tintinger.
Tintinger verpasste Etschi einen Faustschlag in die Magengrube. Ich selbst schüttelte dezent den Kopf und latschte wortlos davon.

Und heute aas ich leicht verkatert:
1 MohnFLESSERL mit Extra und Gurkerl, weil der Wappler ohne Hausverstand bei Billa den Gouda vergessen hat!

Tintig geschissen

Schwedische Grand-Prix-Bombe

Das war eine Wahnsinnsnacht! Weihnachtsfest, gesoffen, gekifft, Blödsinn getrieben, Blödsinn geredet, davongelaufen, aufgeschürft, verklebte Haare,… und ein Grinsen im Gesicht. Ja, ich grinse. Müde, aber ich grinse.

Weihnachtsfestessen:

Hm, sieht eigentlich nicht so aus, wie es geschmeckt hat. Im Lokal war es gestern so finster, dass ich nicht genau erkennen konnte, was ich am Teller hatte. Das Foto klärt einiges auf…

Später bei einem Typen in der Wohnung. Gras besorgen. Er hatte eine Riesenflasche Sekt herumstehen. Während der Eigentümer in seiner Küche nach dem Gras kramte, kam Zweien von uns die Grand-Prix-Idee. Nehmen, schütteln und aufreißen. Nun, mir war’s schon etwas unangenehm, als der Wohnungseigentümer nach dem Knall in sein Wohnzimmer gelaufen kam und zusehen musste, wie der ganze Sekt von der Decke auf unsere Köpfe tropfte. Das Mädchen mit der grünen Strumpfhose spannte in aller Ruhe ihren Regenschirm auf und der kleine Dicke stand unter dem Lampenschirm und fing mit seiner Bierdose ein kleines Rinnsal ab.
Nach einem kurzen Theater wegen der Sauerei zogen wir weiter – dem Sonnenaufgang entgegen. Viele denkwürdige Dinge passierten noch, doch hier ist nicht der Ort, um sie zu erzählen.

Und nun – nach einem kurzen Nickerchen – habe ich fast eine ganze Schachtel Schwedenbomben hinter mir. Der Magen gurgelt und gibt seltsame Geräusche von sich.
Nochmal schlafen.

Ich aas:

Sozialer Aufstiegskakaok von Eibn

Mein sozialer Aufstieg ist enorm. Erinnerst du dich an meine geile Kaffeebechersammlung damals im Rattenloch?  Meine Güte, wenn ich daran zurückdenke! Jeden Tag zwei Plastikbecher dieses Plastikkaffees aus dem Plastikautomaten! Hm, lecker. Teuer, aber trotzdem wertlos und trotzdem unausweichlich. So als wollten diese Ärsche dir das Leben nicht nur mit einer Scheißarbeit ruinieren, sondern auch noch mit Scheißplastikkaffee!
Doch das alles ist jetzt anders… oder doch nicht ganz… die Scheißarbeit und die Ärsche sind immer noch da… auch in der Anstalt, in der ich mich gerade aufhalte – aber der Kaffee ist besser! Viel besser! Und gratis! Siehe!

Das ist eine Kaffeemaschine! Und der Kaffee, der aus diesem Ding kommt… das ist Kaffee!

Ich war ja zunächst skeptisch und bin ein paar Tage heimlich um dieses Gerät herumgestreunt, um zu sehen, wie es funktioniert, wie die Lemminge damit umgehen, was für Gesichter sie machen, wenn sie den ersten Schluck nehmen.
Jetzt ergibt alles einen Sinn! Man nimmt dieses Ding… was weiß ich, wie das heißt… diese Halterung herunter, hält sie unter die Kaffeemühle (rechts im Bild) und lässt sich nach Belieben frischen Kaffee reinbröseln. Danach zurück auf die Kaffeemaschine… äh geschnallt und den äh… Krafthebel daneben nach unten. Wenn genug Kaffee im Häferl, Hebel zurück und die Sache ist erledigt. Der Kaffee schmeckt genauso wie die Maschine aussieht: nach Metall und Dampf… nach Steampunk. Geil.

Einziger Nachteil: nach dem sechsten Kaffee beginnt’s im Magen zu zwicken. Wurscht!

Ich aas:
1 Packung Kakaok von Eibn (Qualität seit 189)

La salsa esta preparada

Was für eine Scheiße! Da ist man mal etwas länger außer Landes und schon bricht das System zusammen?

Als ich gemerkt hatte, dass ich in Costa Rica wohl für längere Zeit gestrandet war, rief ich die Nachbarin an, sie zu bitten, sich um meine Wohnung zu kümmern. Und was hat sie getan? Sie hat einen alten, verkommenden Penner einquartiert, den ich jetzt nicht mehr vom Hals bekomme! Muss ihn wohl irgendwann im Müll entsorgen.

Außerdem ist es nicht so leicht an EU-Geld zu kommen… brauche Alkohol, Zigaretten, Rechnungen müssen bezahlt werden… der ganze Käse eben. Ist für mich als Umamatlarummaner nicht so einfach… apropos: was ist denn mit euren Politikern los? Haben die überhaupt selbst noch Eier? Oder lecken sie nur mehr neidvoll die Eier der Amerikaner? Was sind das denn für Wichser! Sind das eure Vertreter? Lächerlich! Ich sage nur: Kryptokratie… ist wohl eine kleine Revolution von unten nötig, was?

Für die Einreise nach Costa Rica habe ich eine falsche Identität als Österreicher angenommen. Das war ziemlich aufwendig, denn damals, zu Zeiten der Gründung von Umamatlarumma, verbrannte ich alle österreichischen Papiere… bis auf den Pass, und der war vor ein paar Monaten abgelaufen…

…da schleicht er schon wieder vorbei, dieser Penner… ja, steck dir dein „Servas“ in deinen vollgeschissenen Arsch!
Hhehe… hab‘ ihm eine leere Dose auf den Rücken geknallt… der hat es nicht mal bemerkt… sind bloß ein paar Läuse abgefallen.

Gut. Morgen dann, wenn der Penner wieder im Park schläft, ich den letzten Dreck aus Costa Rica aus meinem Magen geschissen habe (sieht momentan aus wie halbpürierte Bohnen-Salsa) und sich die Lage einigermaßen eingependelt hat, muss ich dir erzählen, was da los war.

Ich aas:
1 Brot
1 paar Oliven – schön wäre es, aber die sahen schon mehr nach Moos aus
1 paar Spritzer Tabasco aufs Brot stattdessen

Die lange Nacht der Schmerzen

Heute war die lange Nacht der Schmerzen. Die Nachbarin ist spät zu mir runtergekommen, sie war ganz blaß.
„Wos is’n?“, fragte ich sie.
Sie hatte Schmerzen, starke, starke Unterleibsschmerzen.
„Kumm eina.“
Ich wußte, was zu tun war. Voltaren, Paracetamol und so Zeugs zusammen mit warmen Rossbacher würde sie heilen. Sie lag im Bett, zusammengekrümmt, schwitzte. Ich stand daneben und schaute ihr zu.
Nach Mitternacht bekam auch ich Schmerzen. Im Magen. Und im linken Knie. Voltaren, Paracetamol und so Zeugs mit warmen Rossbacher. Wirklich, das hilft.

Ich aas:
1 KRAPFEN! Ja! Es gibt sie wieder, beim Anker!

Scheinbar eine neue Sorte. Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll.

Ach ja: Rossbacher