Motivationsmittagessen für einen beschissenen Montag

Erkennt man das? Kaffeebecherstau! Die fünfzig Zent kann ich abschreiben. Ich meine, was soll aus so einem Tag noch werden? Auf der Straße: Stau, beim Portier: Stau, beim Kaffeeautomaten: Stau. Dann latscht du rüber in die andere Abteilung und was ist dort? „Außer Betrieb“.

Alles im Arsch. Dafür habe ich mir nun ein Motivationsfrühstück vom Essensautomaten geholt (wenigstens der funktioniert noch).

Ich aas:
1 Sackerl Soletti
1 Packung Original Neapolitaner aus Wien – Manner

Die Karotte des Schneemanns kulinarisch erlöst

Ich weiß nicht, wie tief meine Motivationskurve noch sinken kann, aber es kann durchaus sein, daß ich demnächst aufhöre zu atmen. Also mach dich darauf gefaßt, von mir nichts mehr zu hören. Wenn doch, dann hast du wohl Pech gehabt.

Trotzdem. Ich esse. Und zwar etwas ziemlich verwegenes! Das ganze Wochenende habe ich Kinder beobachtet, wie sie im Schnee gespielt haben und fette Schneemänner gebaut haben. Einem haben sie sogar eine Karotte ins Gehirn gerammt – furchtbar die Kinder heutzutage. Aber dem nicht genug. Etwas später kamen dann die größeren Kinder und haben ihm die Karotte in den Arsch geschoben.
Heute jedenfalls habe ich den alten Schneemann, der aufgrund des Tauwetters ohnehin schon in einem ziemlich maroden Zustand ist, von seinem Leiden der Karotte befreit (oder vielleicht war es auch sein höchstes Glück?). Ich habe die Karotte äußerst gründlich gewaschen – nicht nur einmal – und nun, ja, nun liegt sie vor mir:

Außer der leckeren Karotte habe ich auch noch ein Stück Knacker in meinem Kühlschrank gefunden – keine Ahnung woher oder wie alt, aber egal. Brot finde ich keines. Ich werde jetzt zur Nachbarin rüberlatschen, sie mit der Karotte bedrohen und sie um Brot anschnorren.

Mahlzeit.

Somit werde ich essen:
1 Stück Knacker
1 Karotte – vielleicht in Blut gedünkt, wenn sich die Nachbarin wehrt
1 Stück Brot, vielleicht auch Semmel – wer weiß, was mir die Nachbarin nachwirft.

Mahlzeit.

Ja, ich bin fit. Bei der gestrigen Weihnachtsfeier war ich brav und habe vor meiner Ab-jetzt-ist-mir-alles-egal-Grenze aufgehört Alkohol zu trinken. Daher drücke ich diesen Tag im Rattenloch auch locker durch.
Während der Feier haben wir wichtige Themen diskutiert. Zum Beispiel artgerechte Haltung von Tieren. Wir haben uns darauf geeinigt, daß Fische ins Wasser gehören. Schweine jedoch fühlen sich am wohlsten in der Panier.

Ich esse heute trotzdem nichts, weil ich keinen Bock habe heuer auch nur noch eine Wurstsemmel zu verdrücken. Ab morgen habe ich 2 Wochen Urlaub. Daher werde ich mich erst wieder nächstes Jahr in der 2. Jännerwoche melden. Bis dahin ernähre ich mich ausschließlich von Weihnachtskeksen, um auch im neuen Jahr wieder genug Kraft und Motivation für die verdammten Wurstsemmeln zu haben.

Somit wünsche ich allen meinen Persönlichkeiten (gemäß dem heurigen Motto für Weihnachten) ein schönes ‚Loß mi duarch, du Oarsch‘-Fest und einen guten Rutsch.

Mahlzeit
matla