Und jetzt c’est la vie

Und jetzt c’est la vie

Ich war im Rattenloch und jetzt bin ich wieder zuhause.
Der Autoreifen war kaputt und jetzt hat er wieder Luft.
Die Nachbarin wäre fast krepiert und jetzt wird sie wieder gesund.
Das Mittagessen war kompliziert und jetzt ist mir schlecht.

Der Teller war schön verziert und jetzt liegt alles im Mist.
Die Gurke war mit Liptauer gefüllt und jetzt ist sie leer.
Der Geschmack gab nichts her und dann kam der Senf.
Zuerst kam der Senf und dann der Brechreiz.
Und jetzt jetzt und dann dann.

Mein heutiges Gedicht zum heutigen Gericht.

8 Gedanken zu „Und jetzt c’est la vie“

  1. Mein braunes Hundsgackstrümmerl

    Liegst so mitten auf dem Weg
    so verlassen stinkig und manchmal auch verschmiert
    möcht dir aber nicht begegnen
    was hilfts mir, denn du tust’s ja doch.

    An manchen lauen Morgen
    habe ich dich schon ganz früh geseh’n
    so dampfend und so eklig
    wird dich wohl jemand aufheben?

    Die Tiere, deren Arsch
    ganz heimlich du verlassen hast
    sind weit und breit nicht mehr zu sehen
    verlohr’n, vergessen!

    Langsam vertrocknest du am Weg
    oder schwimmst von Regen verdünnt davon
    die Fliegen mögen dich sehr
    und auch mein Eiaufstrichbrot.

    In einer dunklen Vollmondnacht
    bin ich auf dich getreten
    flugs musst‘ ich mich übergeben
    und neue Schuhe brauche ich auch noch.

    Nicht bist du Schuld mein Trümmerl
    das du liegen musst am Wege
    das Arschloch auf der anderen Seite der Leine
    hat sich dafür entschieden!

    Auch wenn man ihn darauf hinweist und tadelt
    den Hundsdreckwegräumvergesslichen
    erntet man nur Geschimpfe
    und ein „rams söba weg du Trottel!“

    Nun bleibt mir nicht mehr
    als dich, mein Trümmerl, zu verachten
    hast mehr Brüder als man glaubt
    es ist schwer auszuhalten.

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