Eine halbe Stunde

Das Essen von Montag war so gut, weil ich eingeladen war, daß ich mir dachte, ich lade auch einfach jemanden ein, damit es mir besser schmeckt.

Deshalb ist die Nachbarin zum Essen gekommen. Bereits bei meiner Begrüßung an der Tür trug ich meine blauen Gummihandschuhe. Ich versuchte eine möglichst herzliche Begrüßung und sagte scherzhaft „Keine Angst, diesesmal
will ich nicht Gynäkologe spielen!“. Ich habe mir große Mühe gegeben und sie gebeten, die roten Gummihandschuhe anzuziehen. Ich erklärte ihr auch, daß sie nicht groß auf Hygiene achten muß, da ich ja die Plastikteller genommen habe, die ich dann in den Müll haue. Als sie mit einem fragenden Blick die roten Gummihandschuhe anzog, referierte ich ein bißchen über meine Unfähigkeit zu Ordnung und Reinheit. Es wäre zu ihrer eigenen Sicherheit.

Obwohl sie wenig bis gar nichts aß und nach einer halben Stunde wieder abzog, muß ich mich loben. Ein rundum gelungenes Festessen.

Ich aß:
2 Weckerl
1 Dose Thunfischaufstrich
1 Packung Putensalami – ich kaufte Pute nur wegen der Nachbarin
1 Dose Tomaten mit Käsefüllung
1 Schachtel Tomaten

2 Gedanken zu „Eine halbe Stunde“

  1. komm doch mal am letzten mittwoch im monat ins rhiz zum poetry
    slam – ich glaube da würdest du gut hinpassen mit deiner
    wurstsemmeldiät.

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