Sheesha, Schischa, Wasserpfeife, ich mag dich gerne rauchen!

Gestern traf ich einen Saufkumpan aus der Anstalt für krankhaften Zahnfleischfetischismus. Wir haben Gemeinsamkeiten, die uns die Freundschaft über die Jahre hinweg erhalten lassen: seine Seele ist schwarz wie meine Zähne und seine Gedanken schmutzig wie der Belag darauf. Das Band das uns verbindet, ist stark. Selten gibt es Streit und wenn, dann wirds gleich handgreiflich, dann raufen wir ums Essen. Aber wir halten trotzdem zusammen – wir kämpfen an einer Front gegen alle anderen. Gestern zum Beispiel hatte wir eine mehr als heftige Diskussion mit einem Lokalbesitzer. Es ging um die Wasserpfeife, die wir mitgenommen hatten. Er wollte einfach nicht einsehen, daß die Benutzung einer Wasserpfeife nicht unter das Rauchverbot fällt. Er blieb aber stur und dämlich, dieser Idiot, und wir hätten ihm fast einen Aschenbecher an seine Brille geworfen. Wir einigten uns schließich darauf, daß wir zwar am Nichtrauchertisch sitzen durften, die Wasserpfeife (Wassergefäß, Rauchsäule und Kopf) aber in den Raucherbereich stellen mußten – der Schlauch der Sheesha war lang genug.

Achja, ich esse:
1 Brot
2 Messer
1 Kinderapferl von BillaKidz

Fleischliche Lust

Heute ist zwar Montag, aber mein Kater ist nicht zu spüren. Das liegt wahrscheinlich am hochwertigen Alkohol, den ich trank. Whisky und solche lustigen Sachen. Und heute gehts weiter.

Am Freitag Abend war ich auf einem Treffen der Wiener Zahnfleischfetischisten. Wir versammeln uns einmal im Jahr, um unsere Erfahrungen auszutauschen, Probleme zu besprechen. Es ist das Highlight des Jahres.
Der interessanteste Mann in dieser Runde ist Zahnarzt. Er ist für uns wie Gott. Ein Vorbild, aber auch Objekt des Neides. Hat er doch die Möglichkeit das erotisierende Zahnfleisch vieler Menschen zu sehen. Er hat es somit sehr viel leichter als die anderen, sich ein Urteil über seine Mitmenschen zu bilden.
In unserer Zahnfleischfetischistenrunde gibt es auch eine Frau. Sie fühlt sich wohl bei uns, denn sie ist der Mittelpunkt jedes Treffens. Sie wird von allen Anwesenden angemacht – und nur zu gerne zeigt sie uns ihr Zahnfleisch – geradezu eine Peepshow für Rachenraumfanatiker!!
Ich bin dabei aber eher der, der herumjammert und nörgelt. Ich liebe Zahnfleisch, doch es bereitet mir auch viel Kummer und Harm. Ich erinnere mich noch, als ich damals einmal eine Freundin hatte – das erste und letzte Mal. Beim einzigen Geschlechtsakt, den wir vollzogen, hatte ich die ganze Zeit meine beiden Zeigenfinger in ihrer Mundhöhle und zog ihr die Lippen auseinander, um besser ihr Zahnfleisch sehen zu können.

In lieben Erinnerungen an diesen tollen Freitag esse ich:
1 EKG
1 Afperl

Das Foto: