Kren, die Einsicht und der sichere Untergang

Peng! Peng hats gemacht! Und jetzt bin ich ein neuer Mensch!

Da war ich über Ostern eingeladen (wegen Ostern, Barmherzigkeit, Mitleid und Bibabo) und deckte grad den Tisch. Einer rieb den Kren mit der Maschine in die Dose aus Plastik, welche man luftdicht verschließen kann. Ich nahm die Dose an mich, öffnete sie unter meiner Nase, um den Kren zu riechen, der nicht von Mautner Markhof kommt, und holte tief Luft. Und PENG! Da fuhr mir der Dunst des Krens in die Nase und ließ mein Körperchen erschaudern! Ich mußte mich setzen. Atmung und Herzfunktion setzten aus, das Gehirn wurde nicht mehr durchlüftet und so durchlebte ich alle meine Leben auf einmal, sah die Gegenwart der Dinge, die verborgen sind, und die Zukunft der Dinge, die nicht sein sollen dürfen! Jahrtausende vergingen und jemand schüttete mir kaltes Bier ins Gesicht!
Ich erwachte und ich wurde dessen gewahr, was von nun an meine Aufgabe sein werden soll. Ich kniete nieder, faltete die Hände zusammen, hob sie zum Himmel und schwor, von nun an dem Herren und dem erleuchtenden Kren zu dienen! Das Ende ist nah, die Welt wandelt sich und nachdem ich meine Hände in Schmerzen wieder auseinandergefaltet hatte, lief ich dahin und las die Offenbarung des Johannes. Nun ist alles klar.
Die letzten Tage aber fiel ich in ein Fieber. Doch nicht körperlicher Natur war es, sondern seelischer. Die Einsicht ist über mich gekommen, ein Engel ist über mir gekommen und wir werden mit Sicherheit untergehen.

Ich halte das symbolträchtige Mahl:
1 Brot mit den Samen der Heiligen Blume zur Sonne
1 erleuchtender Kren
1 blaues Ei – Fruchtbarkeitssymbol der heidnischen Götter
1 Apferl – Fruchtbarkeitssymbol von Kronprinz Rudolf
1 Käse, der so stinkt, wie des Teufels normaler Schweißfuß

17 Gedanken zu „Kren, die Einsicht und der sichere Untergang“

  1. die krenwurzen hinterm misthaufen selbst frisch ausgraben und gleich reiben. das putzt das hirn durch. nix für weicheier oder warmduscher. das halten nur gestandene leut aus!

  2. Genau. Und wenn man dann auch noch, so wie ich, von Grund auf spiritueller Natur ist, erhält man durch Ihn die göttliche Kraft, um sich den Heerscharen des Bösen entgegenzuwerfen!

  3. „Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet; von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr; der, der sie aufzuklären versucht, ist stets ihr Opfer.“

    Gustav Le Bon, 1895

    Die aus der geheimen Staatskunst der Vorantike bis heute überlieferte Heilige Schrift unterteilt noch immer die Menschheit in Herrscher (Könige) und Beherrschte (Untertanen). Anfänglich kannten die Gottkönige und ihre Oberpriester den Sinngehalt der Schriften, einfache Priester und Beamte kannten ihn weniger und alle Untertanen durften ihn nicht kennen. Später kannte niemand mehr den ursprünglichen Sinngehalt der Heiligen Schrift, sodass alle Menschen zu Untertanen wurden, auch wenn die Unterteilung in Herrscher und Beherrschte schon lange keinen Sinn mehr macht.

    Die Basis allen menschlichen Zusammenlebens, die Makroökonomie, musste solange eine Geheimwissenschaft bleiben, wie sie noch fehlerhaft war, denn makroökonomische Konstruktionsfehler führen zwangsläufig zu systemischer Ungerechtigkeit und damit zu Massenarmut und Krieg. Daher bestand ein wesentlicher Teil der geheimen Staatskunst darin, diese Fehler aus dem Bewusstsein des arbeitenden Volkes auszublenden (religiöse Verblendung), damit es einen Sinn darin sehen konnte, für etwas zu arbeiten, was im nächsten Krieg wieder verloren ging.

    Die Technik der religiösen Verblendung funktioniert in der Weise, dass makroökonomische Konstruktionsfehler in einer genialen Metaphorik (Schöpfungsmythos) verborgen werden, die bei gläubigen Menschen beliebige, gegenständlich-naive Fehlinterpretationen provoziert. Diese überdecken wie in einem Vexierbild den eigentlichen, rein ökonomischen Sinngehalt des Mythos, streichen damit die Fehler der makroökonomischen Grundordnung aus dem Bewusstsein und verschieben sie ins Unterbewusstsein (geistige Beschneidung). Den Beherrschten bot die geistige Beschneidung eine zwar nicht reale aber doch gefühlte Sicherheit, und den Herrschern verschaffte sie die Macht, in Friedenszeiten auch ohne Gewaltanwendung über die Arbeitskraft ihrer Untertanen zu verfügen. Nur so konnte sich die Arbeitsteilung (Zivilisation) im Lauf der Zeit über die in das kollektiv Unbewusste verschobenen Fehler (Götter, aus der Sicht der Untertanen) hinausentwickeln, bis nur noch ein Konstruktionsfehler bestehen blieb.

    Um auch diesen letzten Fehler zu korrigieren, der uns schon viel zu lange davon abhält, die ideale Makroökonomie und damit absolute Gerechtigkeit und dauerhaften Frieden zu verwirklichen, ist es hinreichend, die religiöse Verblendung zu beseitigen. In früheren Zeiten war der Erkenntnisprozess der „Auferstehung aus der religiösen Verblendung“ eine gefährliche und beängstigende Angelegenheit für wenige Mutige. Heute ist die Auferstehung zu einer kulturhistorischen Notwendigkeit für alle Menschen geworden.

    Die im letzten Buch der Bibel (Apokalypse = Enthüllung), der „Offenbarung des Johannes“, bildhaft beschriebenen „vier apokalyptischen Reiter“ sind galoppierende Gedanken, die beim Lesen der ersten vier Siegel die grundlegenden Aspekte der religiösen Verblendung auflösen. Das fünfte Siegel beseitigt endgültig den Glauben an die (noch) bestehende Welt, das sechste Siegel beseitigt endgültig jeden Aberglauben und das siebte Siegel eröffnet den Blick in die neue Welt. Die Apokalypse selbst spielt sich in Ihrer Vorstellungswelt (im Äon) ab; es sei denn, Sie glauben daran, dass sie real werden könnte:

    http://www.deweles.de/files/apokalypse.pdf

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