Punschmontag

Einen Vorteil hat die kalte Wohnung: ich brauche nicht soviel Energie, um das Bier kühl zu halten. Sonst interessiert mich heute nichts. Meine Aufmerksamkeit erweckt nur die warme Decke, in der ich eingewickelt auf der durchgesessenen Coach hocke, der Tee mit Lacrima Cristi (ein geiler Punsch, wirklichwahr!) und zwischendurch das kalte Bier. Die Zähne fühlen sich bei jedem Schluck an, als könnten sie jeden Augenblick explodieren.

Ich fotografiere mal das Essen. Was ich dann wirklich geaast haben werde, weiß ich jetzt noch nicht:

Man sieht:
1 Dose Bier
2 Flaschen Lacrima Cristi
1 Packung Kronprinz Rudolf
1 Schachtel genverändender Topfen
1 Laib Brot
1 Ziegel Bergbaron

13 Gedanken zu „Punschmontag“

  1. Ich trinke nur wegen des Alkohols. Gefühle und das Gehirn spielen dabei keine Rolle. Die momentan fehlende Heizmöglichkeit veranlaßt mich, vorzeitig zu wärmenden Getränken zu greifen.

  2. http://www.g26.ch/lexikon_l.html sagt:
    Einer Legende nach soll Christus, als er auf das sündige Neapel hinabblickte, bittere Tränen über die genusssüchtigen Schlemmer vergossen haben. Diese Tränen fielen auf die Hänge des Vesuvs, wo daraufhin üppige Weingärten gediehen. Der Wein aus diesen Trauben wurde Lacrima Christi (Träne Christi) genannt und ist unter diesem Namen heute noch bekannt. Der weisse Lacrima Christi ist erlesen, trocken, frisch – mit feinem Duft. Der rote Lacrima Christi ist ein qualitativ hochwertiger, milder und harmonischer Wein.

  3. Ich weiß nicht. Alle schreiben Lacrima Christi, doch steht es auf der Flasche ohne h – also Lacrima Cristi.
    Den Weißen kenne ich gar nicht.
    Und erst jetzt fällt mir auf, daß der Rote, den ich trinke, sogar etwas nach Blut schmeckt. Vielleicht hätte sie den lieber Sanguis Cristi nennen sollen.

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