Zombies am Schulweg

Ich mußte gestern freinehmen. Ich halte die verzweifelten Gesichter der Kinder und Jugendlichen am ersten Schultag einfach nicht aus.

Heute morgen bin ich mit dem Fahrrad in die Arbeit gefahren und mußte – leider – an einer Schule vorbei. Vor mir sah ich eine Gruppe von Schülern wie Zombies über die Straße Richtung Schule trotten. Um mir diesen traurigen Anblick zu ersparen, habe ich die Augen geschlossen und bin mit Vollgas weitergefahren. Scheinbar haben die jungen Leute erwartet, daß ich am Zebrastreifen für sie stehen bleiben werde und deshalb mußten sie zur Seite springen, als ich mit meinem Rad über den kleinen Zebrastreifenhügel gesprungen bin. Ich rief ihnen im Springen Trost zu: „Ich muß das tun! Ihr versteht das noch nicht, aber ihr werdet auch so enden!“ Sie haben mir ein paar nette Worte hinterhergerufen und mir  Nahrungsmittel nachgeworfen, die mich um Haaresbreite verfehlten. Ich dachte mir:“Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung.“

Ich esse:
1 Semmel mit Extra, Gouda und Gurkerl
1 Apfel
2 Stücke Süßigkeiten, die ich unterwegs im Büro gefunden habe

Ein Gedanke zu „Zombies am Schulweg“

  1. das ekelerregende ist, dass diese kinder-zombies dann nahtlos zu
    teenager-zombies werden und diese dann mangels besseren wissens zu
    erwachsenen-zombies heranwachsen.
    UND WIR KÖNNEN NICHTS DAGEGEN TUN!!!

    der gestrige tag war auch für mich schrecklich: all diese
    unschuldigen kindergesichter, stolz mit schultüten beladen im
    schlepptau der hinterhältigen eltern, welche ihre
    sprösslinge (wissentlich?) ins verderben schicken und auch
    noch stolz darauf sind…

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