Archiv für den Monat: September 2010

Zweifach-Noseland-EKG

“Wo sind die Nutten?”, eröffnete der königliche Zinken Bruno Schlatter, bevor er mir noch die Hand geschüttelt hatte – meine Checkliste war ihm also bekannt.
“Hier hast du mal ein Bier, Alter”, antwortete ich und freute mich über die großartige Nase.
Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, ja, soviel steht fest: zwei leuchtende Herrscher, den Göttern gleich (und doch dem Teufel nicht unähnlich), geliebt und angebetet von ihren Untertanen, das Volk, es folgt den Erlauchten treu und ergeben in die Dunkelheit, die da kommen mag. Siehe! Unsere beiden beherzten Helden, heroisch, Kämpfer!, wild im Sturm des Lebens und leblos im Tod: Bruno Schlatter, der König von Noseland, die Nase der Nasen, umringt von Ministern, und Augustin Matla, Gottvater in Umamatlarumma, Herrscher aus dem Weltall, umringt von Bauchfett.

Noch ein kleines Speichelschmeichelschleimgedicht des göttlichen Barden:

Das Gipfeltreffen der beiden
trägt Früchte nicht bescheiden.
Das Video wird gemacht
und viel dabei gelacht.
Denn eines weiß man ja vom Schlatter:
den Schmäh und den Witz dafür hat er!

Ich aas:
2 EKGs
1 Apferl

Zwischenstaatliche Hormonpolitik

“Heute kommt der Schlatter.”, sag ich so nebenbei zur Nachbarin.
“Was kommt heute?” Die Nachbarin hat von nichts keine Ahnung.
“Der Schlatter, der geschlauchte Herrscher von Noseland.”
“Aha. Noseland. Ist das sowas, wie das Schwanz- und Fotzenland, von dem du mir erzählt hast?”
“Ja. Nur wohnen in Noseland nur Nasen, weißt du?”
“Tatsächlich. Und der Schlatter ist so eine Nase?”
“Ja, eine Nase aus der Schweiz. Und sie kommt, um Umamatlarumma kennenzulernen.”
“Ich versteh gar nichts mehr. Was soll das Matlaummadumma wieder sein?”
Die nächste Stunde gab die Nachbarin keine Ruhe, bis ich ihr alles über Umamatlarumma zu ihrer Zufriedenheit erklärt hatte.  Mir viel auf, ich hatte selbst keine Ahnung, was das alles soll und stammelte nur unzusammenhängendes Zeugs.
Am Ende erklärte ich meine Nachbarin zur Ministerin. Zur Hormonhaushaltsministerin.

Ich aas eine Pizza – die Nachbarin bestellte sie, damit ich heute beim Treffen mit der Schlatternase ein besseres Bild abgebe als vor dem Essen.