Das Vielleichtende

Wenn ich daran denke, daß ich vor drei Wochen noch in Griechenland gesegelt und in einer schönen Bucht im warmen Meerwasser herumgeschwommen bin, kommen mir bei diesen Witterungsverhältnissen die Tränen.
Eingesperrt habe ich mich. Trinke griechischen Kaffee, denke an das Schiff und an den Wind und bin jähzornig. Der Winter ist da.

Es hat sich bereits manifestiert, daß ich alle Geschichten, die ich beginne, einfach mittendrin brutalst abbreche. Du erinnerst dich vielleicht an den Törnbericht vom Mai: Törnbericht Kykladen. Nicht fertigerzählt. Auch die griechische Heimfahrerstory werde ich heute nicht fortsetzen. Vielleicht morgen, vielleicht ein andermal. Vielleicht ist auch ein Buch der richtige Ort für solche Geschichten. Man wird sehen. Einstweilen laß uns Lebkuchen fressen:

… wo bleibt das Scheißfoto … kommt nicht daher. Vielleicht bringe ich es nach. Vielleicht auch nicht.

Burgenländerischer Sturm und Drang

Ich liebe das Burgenland. Es war gestern so schön dort. Der Herr der Kugelschreiber hat mir einige Lokale gezeigt – siehe nur was ich gegessen habe!

Am Abend waren wir ziemlich besoffen und ich bin dann selbst mit dem Ferrari gefahren! Und weißt du, wovon mich der Herr der Kugelschreiber nur schwer abhalten konnte? Schau mal! Davon:

Man siehts auf dem Scheißfoto schlecht, aber die weißen Striche am Horizont sind viele weiße Windmühlen! Ich bin im Ferrari gesessen und hab „Attacke!“ geschrien. Mit Vollgas wollte ich so eine Windmühle rammen, um zu sehen, ob sie wirklich so instabil sind wie sie aussehen!

Und und und und der burgenländerische Schmäh! Schau, was ich am Scheißhaus gefunden habe:

Und weißt du, was das auf dem Foto unleserliche Kleingedruckte heißt? „Denn dies funktioniert nicht.“ Ist das nicht lustig?

Super! Sturmzeit und Burgenland! Die ideale Kombination!

Ich aas heute nichts, denn der Sturm schießt mir noch aus allen Löchern.

Pischingers Rettung

Ja, ich weiß. Ich habe am Freitag nichts geschrieben. Ist dir sowieso egal. Okay.

Es ist eben nur so, daß ich momentan nicht weiß, was ich tun soll. Die EKG, die immer ein wichtiger Teil meines Lebens war, ekelt mich an. Fisch, den ich die letzten Wochen täglich verzehrt habe…. ich weiß nicht… ich werde davon aggressiv. Ich wollte am Freitag wirklich etwas schreiben, habe auch das Foto geschossen und alles… aber plötzlich… ich habe so eine Wut bekommen… tief unten im Bauch. Kennst du das? Ich habe das Foto am Handy gesehen und mir gedacht, daß ich das nicht mehr lange mitmache! Ich habe auf ‚Löschen‘ gedrückt! ‚Ausgewähltes oder alle?‘ ok, also nur das ausgewählte Foto…. ‚Sind sie sicher?‘ – ja Mann, ich war mir noch nie so sicher wie jetzt UND WEG war das Scheißfoto vom stinkenden Thunfisch!

Und nun? Was bleibt mir nun? Ich hab alles durchprobiert. Extrawurst, Fisch. Alles ist mir verhaßt! Was soll ich bloß essen?

Auf dem Weg zu Billa kam mir eine Idee… was sag ich…. die Erleuchtung!!! Ja! Jetzt denk mal mit: wir haben Winter, bald Weihnachten. Womit stopfen wir uns da in traditioneller Weise voll? GENAU! Mit Zimtgrieskoch, Mandelecken und Mandarinen! Und genau das esse ich – und wenns blöd hergeht, werde ich das den ganzen Winter machen!

Ich esse:
1 Griespudding mit Zimt von Landliebe
1 Pischinger Mandelecken
1 Sack Mandarinen