Ich, der suchet und nichts findet – nur Kopfschmerzen

Ich komme gerade vom Frühstück im Kaffeehaus zurück. Aus mir unerfindlichen Gründen bin ich heute morgen sehr spät aus dem Saufkoma erwacht. Das Bett war vollgekotzt und auf die Wand vom Clo hat irgendjemand etwas mit Scheiße geschrieben… ich kann es nicht entziffern. Du siehst sicher ein, daß man in so einer Bude nicht vernünftig frühstücken kann und so bin ich halt ins Kaffee runter.
Dort bin ich dann gehockt, wie ein Häufchen Elend, der Sichtbereich stark eingeschränkt und jeder Gedanke im Dreisekundentakt durch einen heftigen Pocher im Gehirn unterbrochen. Mit gekrümmten Rücken, ungewaschen, ungekämmt, unrasiert sowieso, das ausgewaschene gelbe Hemd mit ekelhaften Flecken nur halb in der Hose drin und die Schuhe haben auch schon bessere Zeiten gesehen. So bin ich gesessen, den Blick auf meine übermäßig behaarten und zitternden Hände fixiert, und habe mir gedacht, daß schon seit Jahren die ersten Stunden eines jeden einzelnen verfluchten Tages meines kummervollen Lebens von Kopfschmerzen beherrscht werden. Was ich doch alles für eine Welt tun würde, in der man trinken kann, OHNE VERFICKTE KOPFSCHMERZEN ZU BEKOMMEN! Stell dir das mal vor bitte!
Und noch eins! Weißt du, was es bedeutet, ein Leben zu führen, in dem man ständig auf Suche ist und NICHTS findet? Weißt du das? Mann, wieviele Monate meines Lebens ich wohl schon auf vergeblicher Suche nach meiner Brille verbracht habe, auf Suche nach irgendwas, was man als Klopapier verwenden kann, Socken, die zueinander passen, Unterhosen… ich hab doch grade noch eine Dose Bier in der Hand gehabt! WO IST DIE SCHON WIEDER HIN VERDAMMT!

Hier ist mein Frühstück… und zugleich Mittagessen:
1 schwarzer Tee
1 Weckerl
1 Packung Butter

PS: mir ist das alles danach bald wieder aus dem Gesicht gefallen

10 Gedanken zu „Ich, der suchet und nichts findet – nur Kopfschmerzen“

  1. du gehst vom logischen d.h. falschen Ansatz aus!
    Suchen und nix finden?
    Such nix, und schon findest du unglaubliches: Im Suff Vergessen
    in der Hand die Bierdose, im Kopf Gedanken, in der Arbeit Erfüllung (hähä, das ist gelogen!) …………
    jedenfalls: versuch nicht irgendwas zu tun, dann tut sich was!
    So kann man seine ersten und letzten Tage gemütlich verblödeln.
    Cheeers!
    Ich wünsch mir einen Dudelsack.

  2. oh gott, ja, mir geht es genauso, matla. meine frau dagegen findet immer alles sofort. und wenn ich sie frage, verrät sie es mir aber nicht. 🙁

  3. von zuviel bier od. wein kriegt man immer kopfweh.

    du solltest besser „hochprozentiges“ saufen.
    vorteil:
    # du musst weniger saufen um betrunken zu werden
    # du musst weniger pipi
    # hochprozentiges hat weniger inhaltsstoffe und verdunstet schneller
    # du bist am nächsten tag maximal brandig, aber nicht verkatert.

    ich hoffe das hilft dir!

  4. Ich kenne diese Argumente. Du glaubst ja nicht, wie oft ich über diese Dinge nachdenke… wie viele Grundsatzdiskussionen ich deswegen schon geführt habe…… es ist…. so schwierig.

Dein Senf