Menü 2012

Ich war am Wochenende mit der Nachbarin in der Videothek. Sie hat mich zum Fernsehen eingeladen und ich durfte mir den Film aussuchen. Weil ich sowieso nicht weiß, welche Filme zur Zeit gespielt werden und welche davon gut sind, habe ich mir eine DVD geschnappt, die mir auf Grund des Titels gleich aufgefallen war. 2012. Mit der Zahl 2012 verbinde ich schon seit vielen Jahren das Thema Weltuntergang. Schon immer hat mich der Gedanke an die vollkommene Zerstörung der Zivilisation Kraft und Hoffnung gegeben. Das Wissen, dass in gar nicht langer Zeit alles den Bach runtergehen wird, erhält mich am Leben.
Und tatsächlich handelt dieser Film vom Ende der Welt, wie wir sie kennen. Noch nie habe ich dermaßen geile Effekte gesehen. Noch nie habe ich einen dermaßen dämlichen Film gesehen. Wenn der Regisseur einfach drei Stunden destruktive Effekte gezeigt hätte, keine Geschichte, nur Zerstörung, hätte mir das Ganze besser zugesagt. Nach dem Ende des Filmes zu wissen, dass einfach alles, der ganze Planet, die ganz Menschheit, ausgelöscht ist, das hätte mich glücklich zurücklassen, gut einschlafen lassen. Doch so! Dieses Ende! Der ganze Sud der Menschheit überlebt in drei Schiffen! Ein Haufen degenerierter Superreicher und seniler Politiker überlebt den Untergang der Welt! Was soll dann denn danach werden? Sie werden sich gegenseitig auffressen und zu Tode quatschen! Kotz!

Ich aas:
1 Weltuntergangsmenü, natürlich mit Topfen

7 Gedanken zu „Menü 2012“

  1. ich schau selten Filme – und versäum dabei nix, scheint mir. Einmal sah ich einen Western im Kino (vor langer langer Zeit) der Klaus Kinsky war der Kopfgeldjäger und erschoß die Guten, er hat überlebt glaub ich. Dieser böse Kinsky hat mir schon vor Jahrzehnten das Film anschauen verleidet.
    Aber, immerhin ist der schon laaaange tot. HAha!

  2. Ach Darrrling! Du sprichst mit einem Italowesternfan!
    Ja, damals mochte ich noch gerne fernsehen. Du meinst „Leichen pflastern seinen Weg“, stimmts? Mit Klaus Kinski als böser Kopfgeldjäger Loco und Jean-Louis Trintignant als stummer Rächer Silence! Spielt in den winterlichen Bergen Utahs. Musik natürlich Ennio Morricone!
    Mann, was für ein toller Film! Danke, dass du mich daran erinnert hast!

  3. Süßer! Kino mal wieder – diesen Film könntest du mit mir jedenfalls nie anschauen, weil ich mich so vorm Kinsky grusel…

    Vielleicht was für die Nachbarin…die quasselt die ganze Zeit, rotzt in dein Popcorn, hupft auf deinen Schoß und wieder runter, sprudelt in deinem Cola und vermiest es dir total…nein, bleib bei der Erinnerung, ist besser.

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