Rezept des Tages: Netkeks im bluesigen Herbstkretin

Bis heute konnte meine dunkle Seele vom Wochenende zehren. Einem Wochenende von Aussichtslosigkeit geschwängert, geboren aus der Verzweiflung, am Leben erhalten durch Agonie. Ich bin im Bett gelegen und hab mich durchgehend mit Netflix-Serien zugedröhnt. Mit grausamen Serien, in denen es den Menschen schlecht geht, in die Enge getrieben, ohne Ausweg, gefoltert, ermordet, dahinsiechend, unterdrückt, geschunden und vergewaltigt. Nach einigen Stunden des Schauens haben mich diese Eindrücke… in eine gewisse Zufriedenheit fallen lassen… diese Serien waren wie eine Bestätigung. Ja, die Welt ist grausam, ja, das Leben hart, ja, jeder Schritt nach vorn ist mit unendlicher Mühsal und Kummer verbunden!
Meistens enden diese Serien ja nie bzw. wenn, dann nur so wie es im richtigen Leben passiert. Man glaubt, alle Probleme seien nun gelöst, aber dennoch gibt es irgendwo noch diesen einen Cliffhanger, der dich mit dem Schwanz in der Hand stehen lässt und dir bestenfalls sagt, dass du das Schlimmste erst noch vor dir hast.

Während ich mich im Bett in meiner Herbstdepression suhlte, versuchte sich die Nachbarin im Weihnachtskeksebacken. Vier Sorten buk sie:

  • Vanilleengerlinge
  • Zimtfladen
  • Lebkuchenkretins
  • Gebrochene Herzen

Deine Aufgabe für heute: kannst du diese zuordnen?

Kleine Zusatzinformation am Rande: warum „Gebrochene Herzen“? Ein Biss in den Keks lässt diesen in tausend Stücke zerfallen.

Ich aas:
1 Kekschaos

 

Dirty old year

Gut, das war Weihnachten 2016. So ziemlich. Und das Jahr ist auch endlich vorüber. Es hat wie immer nichts Neues gebracht, alte Wunden aufgerissen, neue geschaffen, nichts verbessert. Das Essen war auch wieder das selbe Zeug. Kann da nicht mal einer eine App erfinden, die das ändert?

Ich verabschiede mich für das alte Jahr schon jetzt und hoffe, dass auch 2017 so gut wie keiner den Scheiß hier liest. Wenn alles gut läuft und ich tatsächlich rund um den 6. Jänner 2017 aus dem Suffkoma erwache, werde ich mich genau dann wieder melden.

Ich aas:
KEKSE!

Dirty old Keks

Schwedenbomben- blechkistengewinn

Gewonnen! Ab heute gehöre ich zu den Gewinnern!

Das ist gerade mit der Post gekommen:

Das ist mein Gewinn, weil ich bei diesem 90-Jahre-Wettreimen von Niemetz mitgemacht habe! Hier ist mein Gewinnergedicht: 90 Jahre Schwedenbomben

Trifft sich gut, denn ich habe für die Nachbarin ohnehin noch kein Weihnachtsgeschenk. Sie wird sich freuen! In diese Schwedenbombenblechkiste kann sie endlich ihre… Sachen reingeben.

Zur Feier des Tages aas ich:
1 Mischung Weihnachtskekse (noch so ein Gewinn an diesem herrlichen Tag)

Keksgewinn

Drageehassliebe

Und ich hasse alles, was hier passiert! Zum Beispiel, wenn ich von den Kommentiermaschinen direkt angesprochen werde! Brunnhilde… moment… ich mach mal die Drageekeksi auf… Brunnhilde, was interessieren mich die Probleme von Kindern? Ich hasse dich genauso! So wie alles! Also echt! Ich werde… moment, ich nehme mir mal ein Drageekeksi… mmmh, sehr gut. Also Brunnhilde, wo waren wir… ja, die Kinder… mmmmh Drageekeksi. Kinder sind ganz nett… warum ich so konfus schreibe? Kinder… jajaja. Noch ein Drageekeksi… ich nehme an, dass das Mädchen… Brunnhilde, weißt du, du bist mir die Liebste! Bist du auch so lecker wie ein Drageekeksi? Oh ah, schmeckt! Ich nehme an, dass der Osterhase in das Zimmer des Mädchens gehoppelt ist – natürlich während es tief und fest schlief – und hat ein paar Schokoeier verloren. Und das Mädchen wir jetzt böse auf den… noch ein Drageekeksi… hihihi… also das Mädchen ist jetzt böse auf den Osterhasen, weil er sich nicht gezeigt hat und ich… noch eines… Mmmh! Das beste bis jetzt… die hellen schmecken nach den dunklen immer am besten… also das Mädchen will also jetzt wahrscheinlich, dass ich mit dem Osterhasen schimpfe. So wird das sein! Brunnhilde! Zufr…. nein, noch ein Drageekekserl! Zufrieden? Zufrieden!

Ich aas:
1 Sackerl Drageekeksi

Drageehass

Leck mich‘ doch am Kuhfladenkeks

Eines der schönen Dinge an Weihnachten ist das Keksebacken… moment, das hat mir doch schon vor Jahren einer auch gesagt und ich hab‘ ihm irgendwas geantwortet wie: „Na, Alter. Mir gefallen Arschbacken besser.“ Egal, Keksebacken, das habe ich jedenfalls noch nie gemacht. Ich wäre erstens nie auf diese Idee gekommen und zweitens selbst wenn, hätte ich nicht den kleinsten Ansatz einer Ahnung gehabt, wie das funktionieren sollte.
Na, jedenfalls hat mich die Nachbarin, die mir ja in den meisten Dingen intellektuell vollkommen überlegen ist, zum Keksebacken überredet.
„Was willst du denn für Kekse, Matla?“
„Eindeutig Vanillekipferl.“
„Öööm, nein.“
„Himbeeraugen.“
„Nein.“
„Kokosbusserl.“
„Nein.“
„Ach, leck‘ mich. Sag‘ du doch,  was du willst.“
„Ok, Marzipankugeln.“
„Von mir aus.“
Als ich später das Resultat – drücke hier  – vor mir hatte, ist mir die Spucke weggeblieben. Zuerst bekam ich kein Wort heraus, aber dann doch:
„Sieht nicht wie ‚Kugeln‘ aus.“
Die Nachbarin wird rot.
„Darauf kommt es nicht an.“
„Sieht eher aus, als hätte deine Katze Durchfall und das Backblech mit vollgeschissen.“
Noch röter.
„Oder Kuhfladen von kleinen Kühen.“
Sehr rot.
„Matla! Koste eines. Du wirst schon sehen!“
Und ich kostete.
„Schmeckt aber nicht Marzipan.“
Die Nachbarin explodiert fast und ich gehe weg.

Ich aas:
1 Dose frische Jagdwurst
3 Brot
2 Käse