Verwesender Planet

Ich habe mir Handlung für einen Sci-Fi-Roman überlegt. Es geht um eine Welt, in der im Laufe der Zeit zwei Hauptgruppierungen entstanden sind. Ein Gruppe ist die der gebildeten Frauen mit grüner Haut. Die andere Gruppe besteht aus arbeitenden Männern mit blauer Haut. Zwischen den Fronten gibt es natürlich auch noch einige Splittergruppen, die aber im Grunde auch einer der beiden… nennen wir es einmal „Parteien“  zugeordnet werden können. Der Käse… ich esse gerade so duftenden Käse… ist leider der, dass ein Bürgerkrieg droht. Die grünen Frauen gegen die blauen Männer. Sie vertragen sich einfach nicht. Eigentlich wollen ja beide Gruppierungen das Gleiche, aber die Lösungen schauen sehr unterschiedlich aus… aber das ist eigentlich alles schnurzegal, denn es ist nur der Rahmen der Geschichte. Das Wichtigste bleibt der Held des Romans. Ein Einzelgänger… nennen wir ihn Matla. Dieser Matla sitzt auf diesem Planeten in seinem Wohnmodul und interessiert sich einen Scheiß für die grünen Weiber und die blauen Deppen. Er bereitet sich – entspannt wie er ist – auf den Bürgerkrieg vor. Gewissenhaft putzt er seine Waffen, ordnet die Munition und äugt regelmäßig aus seinen Fenstern, um die Gegend nach kriegerischen Auseinandersetzungen abzusuchen.

Ist mir einfach so eingefallen.

Ich aas:
1 Packung stinkenden Käse – die Nachbarin behauptet ja, dieses grätige Gebilde am Käse wäre verwesender Fisch

Verwesender Planet

 

Dekadentes Schächten der Zettelfetischisten

Ich brauche Geld. Ich brauche ja sowas von Geld! Mein dekadenter Lebenswandel zwingt mich permanent dazu, Kinder und alte Weiber auszurauben. Und trotzdem bekomme ich links und rechts den Arsch nicht zusammen. Ständig auf der Kippe.
Jetzt muß ich mir auch noch was wegen El Carro überlegen. Schon mehrmals ist er dem Tod am Autofriedhof nur knapp entkommen, doch es wird sich nicht aufhalten lassen. Eines Tages wird er nicht mehr sein. Leider. Dabei haben wir soviel gemeinsam durchgemacht! Denke zum Beispiel nur an den Stossstangenfetischisten (den ich übrigens demnächst unauffällig schächten werde, wenn es wegen des globalen Finanzkollapses zu bürgerkriegsähnlichen Straßenschlachten kommen wird)!
Der Abgang von El Carro muß jedoch seiner würdig sein.  Wenn El Carro wirklich kaputt ist, wenns endgültig aus ist mit ihm, dann werde folgendes machen. Siehst du das?

Diese Zetteln, diese gottverdammten Zetteln da auf den Fotos habe ich im Laufe der Zeit in die Autotür gesteckt bekommen (ich sammle sie erst seit ein paar Wochen). Es sind Visitenkarten von Autohändlern, die mir – ich zitiere – „jetzt oder irgendwann“ mein Auto abkaufen, egal ob mit gültigem Pickerl oder nicht. Weißt du, was ich damit machen werde? Ich werde ALLE diese Typen zu einem bestimmten Termin zusammenkommen lassen und wenn sie dann völlig ratlos um El Carro stehen, werde ich ihnen vom Fenster aus zurufen, daß derjenige El Carro bekommt, der zuletzt auf beiden Beinen steht. Und dann lehne ich mich zurück und schaue mir die Massenkeilerei an.
Ich denke, das könnte ein wirksames Mittel gegen diese Typen sein, die allwöchentlich einen Zettel in der Dichtung der Autotür versenken.

So soll es sein. Und ich aas:
,

Die guten alten Zeiten.

Apropos „Offener Krieg zwischen Demokratie und wirtschaftlicher Macht“.

Wenn wir krepieren, bleiben uns nur die schönen Erinnerungen. Das hat einmal eine kluge alte Frau am Sterbebett erzählt.
Ich habe eine Menge schöne Erinnerungen. Oft denke ich daran mit feuchten Augen zurück.
Vor Jahren zum Beispiel war ich mit Freunden aus der Selbsthilfegruppe in Frankreich. Damals, als ich noch jung und klug war.
Wir haben ein paar Französinnen kennengelernt, die gegen irgendwas demonstrieren wollten. Ich war der erste, der vorgeschlagen hat,  mitzumachen. Ich verstehe diese Sprache nicht und weiß noch immer nicht, gegen oder für was sie demonstriert haben – war mir auch egal.
Die Demonstration artete nach einigen Stunden in eine Art Bürgerkrieg aus und da mir eine Mitdemonstrantin recht gut gefallen hat, war ich eifrig bei der Sache. Außerdem wollte ich schon immer wissen, wie es sich anfühlt, wenn man Dinge zerstört. Wenn man einfach alles, was einem vor die Füße kommt, zertrümmert.
Am Abend nach der Demonstration haben wir lange und herzhaft gelacht, weil ich so blöd ausgesehen habe, wie ich mit dem 3-Meter-Pfosten gegen die Telefonzelle gelaufen bin.
Auch heute lacht mir noch das Herz, wenn ich daran denke! Ach, waren das schöne Zeiten! Mein Gott, die vielen blauen Flecken, die  Platzwunden, die brennenden Autos!
Damals habe ich mich noch nicht aus Angst in einem Büro verschanzt.

Darum esse ich:
Einige Stücke Pizza – ein Stück ist bei einem Windstoß wie ein Flugzeug davongesegelt
1 Dose Cola